Föhr

Foto: Klaus Wupper - Pixabay.com
Grüne Insel im Wattenmeer

Mitten im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer liegt die Nordseeinsel Föhr, friesisch: Feer. Hier ist Erholung und Entschleunigung Programm – sei es bei Spaziergängen an der frischen Nordseeluft entlang der Wasserkante, bei Wattwanderungen, beim Bummel durch das Hafenstädtchen Wyk oder bei Ausflügen ins grüne Landesinnere und zu den idyllischen Inseldörfern.

Startpunkt Dagebüll. Nach 50 Minuten Minikreuzfahrt läuft die Fähre in den Hafen in Wyk auf Föhr ein. Der Blick auf die Weite des Meeres, Wind im Gesicht – da stellt sich bereits bei der Anreise das Urlaubsgefühl ein. Deutschlands zweitgrößte Nordseeinsel ist aus gutem Grund ein so beliebtes Ausflugs- und Ferienziel. Denkt man zunächst vor allem an Seeluft, kilometerlange Sandstrände und das einmalige Wattenmeer, wird man schnell auch die grüne Seite der Insel, die typisch friesische Landschaft, Kultur und Tradition kennenlernen. Die Ausflüge führen in Föhrer Marsch, Geest, entlang der Salzwiesen und zu den insgesamt 11 idyllischen Inseldörfern. Auf solchen Touren lassen sich reetgedeckte Friesenhäuser, kleine mittelalterliche Kirchen, Friedhöfe der alten Walfänger, uralte Windmühlen und sogar die Überreste eines Ringwalls aus der Wikingerzeit entdecken.

Am besten, man erkundet die Insel per Rad oder E-Bike. Das Radwegenetz umfasst über 200 Kilometer ausgewiesene Radwege. Zudem gibt es verschiedene Themenrouten wie z. B. die Eilun Tour (friesisch: Inseltour), die auf 42 Kilometern einmal rund um die Insel führt. Hier radelt man durch malerische Landschaften und vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Zwischendurch wird man sicherlich immer mal wieder Pause einlegen, um den Blick in die Natur zu genießen oder sich in einem der Cafés und Hofläden der Inseldörfer zu stärken. Nicht zu unterschätzen beim Radfahren auf der Insel ist der Wind, der gern mal etwas heftiger bläst und immer mal wieder von vorne kommt. Da heißt es, kräftig dagegen anstrampeln. Wer nicht sein eigenes Rad auf die Insel mitgebracht hat, leiht sich eines bei einer der Verleihstationen. Vielleicht mag man ja auf dem Tandem zu zweit gegen den Wind anradeln oder man steigt um auf ein E-Bike und trotzt ganz leicht jeder Böe.

Natürlich reist man nicht mitten in den Nationalpark Wattenmeer, ohne dem Watt einen Besuch abzustatten. Alle sechs Stunden wechseln sich im Wattenmeer Ebbe und Flut ab, so dass sich die Landschaft ständig verändert. Ein Blick auf die Gezeiten – und dann heißt es bei Ebbe, Gummistiefel an und raus aufs Wattenmeer. Dort, wo sich vor wenigen Stunden noch die Wellen der Nordsee brachen, liegt der Meeresboden nun frei. Auf einem Quadratmeter Wattboden leben Millionen von Kieselalgen, Tausende von kleinen Krebsen und viele Muscheln, Schnecken und Würmer. Am besten, man schließt sich einer geführten Wanderung an und lässt sich von erfahrenen Wattführern die Besonderheiten dieses Biotops zeigen und erklären. Hat man Lust auf eine ausgedehntere Wattwanderung, kann man z. B. von Dunsum auf Föhr starten und übers Watt bis zur Nordspitze der Nachbarinsel Amrum spazieren. Von Amrum geht es dann mit der Fähre zurück nach Föhr.

Weitere Informationen und viele Anregungen für einen Urlaub auf Föhr finden Sie im Internet unter: www.foehr.de sowie bei einer der Touristeninformationsstellen auf der Insel. Telefonische Servicenummer: 04681 300.

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