Altersgruppe 60+ stark betroffen

Bonn, 05.12.23 Seit dem Frühherbst 2023 erregt das Thema Altersdiskriminierung bei der Kreditvergabe starkes mediales Aufsehen. Laut einer Untersuchung des Instituts für Finanzdienstleistungen e.V. (iff) sehen sich ältere Menschen bei der Kreditvergabe durch Banken zunehmend benachteiligt. Die Studie* stellt fest, dass Seniorinnen und Senioren in Deutschland oft nur schwer Kredite erhalten. Bei der Vergabe von Konsum- und Immobilienkrediten liegt die Altersgrenze im Schnitt bei 67 Jahren. Zahlreiche Medien berichteten bereits hierzu in den vergangenen Wochen. In einer stichprobenartigen Umfrage unter 100 Banken und Versicherungen bestätigten 55 Prozent dieser Unternehmen, dass Altersgrenzen bei der Kreditvergabepraxis eine Rolle spielen. Nahezu 75% der angesprochenen Unternehmen konnten diesen Kontext auch für Immobilienkredite bestätigen.

Harmlose Erkältung, RSV, Grippe oder Corona?

Bonn, 01.12.23 Das Gefühl ist in der nasskalten Jahreszeit nichts Ungewöhnliches: Eben war man noch fit und im nächsten Augenblick fühlt man sich abgeschlagen und krank. Meist ist das nur der Beginn einer harmlosen Erkältung; es kann aber auch eine Grippe (Influenza), eine RSV-Atemwegsinfektion (Respiratorisches Synzytial-Virus) oder COVID-19 sein. Da sich die Symptome vor allem in den ersten Tagen ähneln, ist es schwierig zu erkennen, um welche Erkrankung es sich handelt. Auch wenn die Virenstämme unterschiedlich sind, ähneln sich die Krankheitssymptome stark. Zu den gemeinsamen Symptomen gehören trockener Husten, Fieber, Hals- und Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen und Schnupfen. Für die Unterscheidung gibt es Indizien - Klärung kann aber nur ein medizinischer Test bringen.

Alles Corona? Impfschutz gegen andere schwerwiegende Erkrankungen nicht vergessen

Bonn, 15.11.2023 Für Menschen, deren Abwehrkräfte durch anhaltende Erkrankungen, erhöhtes Alter oder die Einnahme bestimmter Medikamente geschwächt sind, ist ein zuverlässiger Impfschutz besonders wichtig. Das wissen wir in Zusammenhang mit Corona, das gilt aber auch für andere schwere Infektionskrankheiten wie die Grippe (Influenza) oder eine durch Pneumokokken ausgelöste Lungenentzündung. Für ältere Menschen und Risikopatienten kann diese unter Umständen lebensbedrohlich sein. Die beste Schutzmöglichkeit ist die Impfung. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut die Pneumokokken-Impfung für alle ab 60 Jahren sowie für immungeschwächte Patienten und chronisch Kranke.

Lungenentzündung bei älteren Menschen vermeiden

In Deutschland erkranken Schätzungen zufolge jährlich bis zu 660.000 Menschen an einer Lungenentzündung.1 Knapp ein Drittel der betroffenen Patienten muss zur Behandlung ins Krankenhaus eingewiesen werden. Besonders ältere Menschen sind gefährdet. Denn es ist leicht nachvollziehbar, dass ein eingeschränktes Immunsystem manchen Krankheitserregern nicht ausreichend Gegenwehr bieten kann. In einigen Lebensphasen, altersbedingt bei über 60-Jährigen, bei angegriffenem Gesundheitszustand, bestimmten Grunderkrankungen und nach Einnahme spezieller Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken, kann sich dies sehr deutlich bemerkbar machen. Eine Infektion verläuft dann unter Umständen schwerer und langwieriger als üblich, kann dauerhafte Folgen für die Gesundheit haben oder sogar lebensbedrohlich werden.

Antibiotika-Resistenzen erschweren die Therapie

Eine durch Pneumokokken verursachte Lungenentzündung wird üblicherweise mit Penicillinen oder verwandten Antibiotika behandelt. Leider kann man sich nicht mehr hundertprozentig darauf verlassen, dass die Antibiotika wirken. Denn durch den weitverbreiteten und häufig ungezielten Einsatz von Antibiotika nehmen Resistenzen immer mehr zu. Das bedeutet, die Bakterien haben sich so verändert, dass sie weniger empfindlich oder sogar gar nicht mehr auf bestimmte Antibiotika ansprechen.

STIKO-Empfehlung zur Pneumokokken-Impfung

Unter anderem deshalb sollten sich gefährdete Personengruppen durch eine Pneumokokken-Impfung vor einer Lungenentzündung, die durch diese Erreger ausgelöst wird, schützen. Die STIKO hat erst kürzlich die Impfempfehlung für die Pneumokokken-Schutzimpfung von Erwachsenen aktualisiert und empfiehlt ab sofort eine einmalige Impfung. Diese muss nur einmal verabreicht werden und reicht somit für eine vollständige Immunisierung aus.2 Im Gegensatz zu früher ist eine Auffrischimpfung nicht mehr notwendig. Die Impfung sorgt nämlich auch bei älteren Patienten für eine gute Immunantwort. Die Deutsche Seniorenliga rät dazu, den Impfstatus mit dem Hausarzt zu besprechen. Die Pneumokokken-Impfung kann gemeinsam mit der Grippeschutz- oder der COVID-19-Impfung an einem Termin verabreicht werden.

Blogbeitrag der Deutschen Seniorenliga
https://www.deutsche-seniorenliga.de/blog/gesundheit/kein-risiko-eingehen

Hintergrund
Pressemitteilung der Ständigen Impfkommission (STIKO):
https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/PM_2023-09-28.html

1 Kolditz, M., Ewig, S., Ambulant erworbene Pneumonie bei Erwachsenen, Deutsches Ärzteblatt 2017, 114:838-48

2 Epidemiologisches Bulletin 39/2023 (rki.de)

Mit freundlicher Unterstützung der Pfizer Pharma GmbH.

COVID-19-Behandlung mit Paxlovid

Bonn, 02.11.23 Mit dem Herbst beginnt die Erkältungssaison. Dabei dominieren vor allem Rhinoviren, die gewöhnlichen Erreger des Schnupfens. Daneben hat sich auch das Coronavirus fest im Erkältungsgefüge etabliert. Durch Impfungen und Infektionen wurde die Immunität der Menschen so weit gesteigert, dass schwere Verläufe seltener auftreten. Für bestimmte Personen jedoch kann sich eine COVID-19-Infektion weiterhin zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung entwickeln. Die Langzeitfolgen sind kaum absehbar. Besonders ältere Menschen sowie Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen und geschwächtem Immunsystem haben ein Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Deshalb bleibt für sie der Schutz vor einer Infektion äußerst wichtig. Eine kostenlose Broschüre mit begleitender Website informiert, wie Risikopatienten sich schützen können und was im Fall einer Infektion zu tun ist.

Versicherungsschutz nicht vergessen

Bonn, 06.10.2023 Jeder kann einmal das Gleichgewicht verlieren und fallen. Jedoch steigt das Risiko von Stürzen mit schweren Folgen im Alter enorm an. Das liegt vor allem an altersbedingten körperlichen Veränderungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Dreißig Prozent der 65-Jährigen und vierzig Prozent der über 80-Jährigen stürzen mindestens einmal pro Jahr*. Zehn Prozent der Stürze verursachen ernsthafte Verletzungen wie Brüche der Hüfte, der Gliedmaßen oder der Wirbelkörper. Die Zahl der Oberschenkelhalsbrüche in Deutschland wird pro Jahr auf 135.000 geschätzt. Sturzfolgen zählen deshalb zu den häufigsten Ursachen für Pflegebedürftigkeit bei älteren Menschen.

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