Digitale Kompetenz von Senioren steigern

Bertelsmann-Studie: Senioren unsicher beim Surfen

Bonn, 30.07.2019 Einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stitung zufolge trauen sich über 65-Jährige in Deutschland selten ins Netz. Die Mehrheit der Älteren ist unsicher im Umgang mit dem Internet und der digitalen Welt. Dabei ermöglicht gerade das Internet Senioren die Möglichkeit zur Unabhängigkeit. Die Deutsche Seniorenliga unterstützt und fördert bereits seit 20 Jahren die Medienkompetenz der 50plus-Generation.

Rund zehn Millionen Menschen in Deutschland nutzen das Internet gar nicht. Die Gruppe der „Offliner“ besteht zu 75 Prozent aus über 65-Jährigen. „Dabei bietet die digitale Technik zahlreiche Möglichkeiten, um das Leben im Alter zu erleichtern“, meint Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga. So könnten Senioren über das Internet beispielsweise Waren des täglichen Lebens bequem nach Hause bestellen, aber eben auch mit Freunden und der Familie kommunizieren. „Und mit digital unterstützten Pflegeangeboten wird es für ältere Menschen leichter, möglichst lange in der eigenen Wohnung zu wohnen und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben“, so Hackler.

„Unabhängig vom Lebensalter müssen deshalb alle Zugang zum Internet erhalten. Das geht aber nur mit entsprechenden Computer-Kenntnissen", so Hackler. In Sachen digitale Kompetenz fühlen sich viele Deutsche im Rentenalter jedoch abgehängt. Erhard Hackler fordert deshalb Gemeinden und Kommunen auf, Infrastrukturen zur Erlangung von Medienkompetenzen für Senioren aufzubauen und bestehende stärker zu unterstützen. Aber auch Hersteller und Anbieter sollten sich auf die älteren Kunden einstellen: „Dabei wäre es beispielsweise auch wichtig zu vermitteln, welchen Mehrwert eine im Internet angebotene Dienstleistung tatsächlich bringt.“ Denn sobald Ältere den für sie zusätzlichen Nutzen erkennen, sind sie fast euphorisch. Die Anbieter aus Wirtschaft und Handel sollten also im eigenen Interesse wesentliche Produktinformationen und Vorteile deutlicher kommunizieren, so Hackler: „Ein großes Potenzial interessierter und kaufkräftiger Best-Ager liegt bisher schlichtweg brach!“

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Anspruch auf Medikationsplan

Gefahr von Nebenwirkungen bei Multimedikation im Alter

Bonn, 24.01.2020 Wer wegen vieler Beschwerden dauerhaft behandelt wird, muss oft mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen. Bei einer solchen Multimedikation wächst die Gefahr unerwünschter Neben- und Wechselwirkungen. Eine Broschüre der Deutschen Seniorenliga erläutert, welche Risiken die Multimedikation insbesondere für Ältere mit sich bringt. Am Beispiel von drei alterstypischen Erkrankungen – Schwindel, Schlafstörungen sowie Schmerzen am Bewegungsapparat – wird die Problematik der Arzneimitteltherapie aufgezeigt und erläutert, was Arzt und Patient gemeinsam zur Verbesserung der Therapiesicherheit tun können.

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checkliste sturzrisikoÜberprüfen Sie Ihr Sturzrisiko!

Ein Drittel der über 65-Jährigen und sogar die Hälfte der über 80-Jährigen stürzt einmal im Jahr – und das mit zum Teil schwerwiegenden Folgen: Sie erleiden häufig komplizierte Knochenbrüche – insbesondere Hüft- und Oberschenkelhalsfrakturen. In 20 Prozent der Fälle erholen sich die Betroffenen nicht mehr von den Folgen und werden zum Pflegefall.

Dieser Test hilft Ihnen bei der Einschätzung Ihres Sturzrisikos, er basiert auf Materialien des „Centers for Disease Control and Prevention (CDC)“.