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aktives_alternEuropäisches Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012

Eine "Kultur des aktiven Alterns" wollen die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten dieses Jahr fördern. Am 6. Februar gab Bundesfamilienministerin Kristina Schröder im Rahmen der nationalen Auftaktveranstaltung in Berlin den Startschuss für die bundesweiten Aktivitäten, für die ihr Haus knapp 900 000 Euro zur Verfügung stellt. Seit 2012 beginnt der Rückgang der erwerbstätigen Bevölkerung in Europa. Die Zahl der über 60-Jährigen wird dagegen um etwa zwei Millionen jährlich steigen. Der höchste Wert wird für die Jahre zwischen 2015 und 2035 erwartet, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand eintreten.

Bis dahin müssen die Möglichkeiten für aktives Altern und insbesondere für ein unabhängiges Leben im Alter verbessert werden. "Beim aktiven Altern geht es darum, älteren Mitmenschen zu helfen, weiterzuarbeiten und ihre Erfahrungen zu teilen. Dabei sollen sie weiterhin eine aktive Rolle in der Gesellschaft spielen und so gesund, unabhängig und erfüllt wie möglich leben. Aktives Altern ist maßgeblich, wenn wir unser Ziel einer Beschäftigungsrate von 75 Prozent erreichen und bis 2020 mindestens 20 Millionen Menschen aus der Armut helfen wollen. Das Europäische Jahr ruft in verschiedenen Bereichen zum Handeln auf – Arbeit, soziale Absicherung, Aus- und Weiterbildung, Gesundheit und Soziales, Wohnen und öffentliche Infrastruktur."

László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration

"Aktives Altern heißt, das Leben in eigener Verantwortung zu gestalten und dabei Verantwortung im Beruf mit Familienverantwortung und zivilgesellschaftlichem Engagement zu verbinden", erklärte Kristina Schröder in Berlin. Damit kann man ihrer Meinung nach gar nicht früh genug beginnen, denn nur so ließe sich die Spaltung der Gesellschaft in Jung und Alt überwinden. "Wir müssen unser Augenmerk vom zu versorgenden älteren Menschen auch hin zum sorgenden Älteren richten", so Schröder weiter. Schließlich seien nur 10 Prozent der über 65-Jährigen pflegebedürftig, 90 Prozent hingegen nicht. Der Anteil derjenigen, die bis ins hohe Alter aktiv und mobil sind, werde auch künftig weiter zunehmen. Viele von ihnen seien zu einer Fortsetzung ihres Engagements in Beruf, Wirtschaft und Gesellschaft bereit.

Das Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012 zielt darauf ab, die Potenziale älterer Menschen wahrzunehmen und für die Gesellschaft nutzbar zu machen. Das nationale Arbeitsprogramm umfasst 46 Projekte zu verschiedenen Themen, die im Vorfeld ausgewählt wurden und für die Umsetzung ihrer Ideen eine finanzielle Förderung und Begleitung durch die nationale Koordinierungsstelle und die Geschäftsstelle erhalten. Diese wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) und der Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V. (FfG) getragen.

ej2012Die Schwerpunktthemen für das Jahr des aktiven Alterns bilden gleichzeitig auch die Schwerpunkte in der Demografiestrategie der Bundesregierung:
  1. Altersbilder und Altersgrenzen – Abbau von altersbezogenen Klischees und Verankerung eines neuen Leitbildes des aktiven Alters
  2. Potenziale Älterer für die Zivilgesellschaft – gesellschaftliches Engagement und Teilhabe älterer Menschen
  3. Zusammenhalt der Gesellschaft – Solidarität innerhalb und zwischen den Generationen
  4. Potenziale Älterer für die Wirtschaft – Arbeitswelt und Arbeitsbedingungen sowie Produkte und Dienstleistungen für ältere Menschen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels
  5. Eigenständiges Leben älterer Menschen durch Anpassungen in den Bereichen Wohnen, Wohnumfeld und Infrastruktur (z. B. innovative Altenpolitik in Kommunen, Verbesserung der Lebensqualität durch den Abbau von Barrieren und durch die Entwicklung und Verbreitung generationengerechter Produkte und Dienstleistungen) 6 Vereinbarkeit von Pflege und Beruf bzw. Pflege und Familie

Weitere Informationen sowie eine Übersicht über die Projekte finden Sie im Internet unter: www.ej2012.de.

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Aktuelle Pressemeldung

Erfahrungswissen für Verkehrskonzepte der Zukunft

Kampagne „Sicher zu Fuß – ein Leben lang“ - Ältere Fußgänger bewerten Alltagswege

Bonn, 16.08.2021 Ältere Menschen machen einen immer größeren Anteil der Bevölkerung aus. Das stellt Städte und Gemeinden vor die Herausforderung, seniorengerechte Verkehrskonzepte zu schaffen, die gleichzeitig unserem Bedürfnis nach individueller Mobilität gerecht werden. Sichere Gehwege, abgesenkte Bordsteine, Verkehrsberuhigung mit kontrollierten Tempo-30-Zonen, Mittelinseln, ausreichend lange Grünphasen und akustische Ampelsignale: All dies sind Beispiele für eine Verkehrsraumgestaltung, in der sich Seniorinnen und Senioren sicher bewegen können. „Dass es bei den Fußwegen einiges nachzubessern und zu optimieren gibt, steht außer Frage“, meint Gerhard Fieberg, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Seniorenliga DSL.

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Neue Broschüre „Wetter und Gesundheit“

DSL Wetter 2021 Titel klein

Tipps nicht nur für Wetterfühlige

Viele meteorologische Faktoren wirken auf den menschlichen Organismus: Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit können den Kreislauf belasten. Ein heranziehendes Tiefdruckgebiet löst bei vielen Migräne aus. Feinstäube oder Pollen können Asthma hervorrufen. Es gibt aber auch positive Aspekte. All dies gehört in den Bereich der Human-Biometeorologie.

Die neue Broschüre der Deutschen Seniorenliga „Wetter und Gesundheit“ erklärt die Zusammenhänge und gibt Tipps, um gesund durch jede Wetterlage zu kommen. Sie ist in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst entstanden.