| Ganzheitlicher Behandlungsansatz verbessert die Lebensqualität DSL-Broschüre erläutert die zwei Säulen der Alzheimer-Therapie Bonn, 01.07.05. Die Alzheimer-Erkrankung ist nicht heilbar. Moderne Medikamente können jedoch ihr Fortschreiten aufhalten und die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessern. Sie bilden die erste Säule der Alzheimertherapie. Zu ihrer Unterstützung werden nicht-medikamentöse Behandlungsformen eingesetzt, die zur Aktivierung und Förderung der verbliebenen Fähigkeiten dienen und als zweite Säule der Alzheimertherapie bezeichnet werden. Durch diesen ganzheitlichen Therapie-ansatz können den Betroffenen wertvolle, bewusst erlebte Monate geschenkt und ihre Pflegebedürftigkeit erheblich hinausgezögert werden. Praktische Ratschläge zu beiden Behandlungsformen gibt die Angehörigen-Broschüre „Pflege von Alzheimer-Patienten“ der Deutschen Seniorenliga. |
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Die medikamentöse
Therapie der Alzheimer-Erkrankung verbessert die geistige Leistungs-fähigkeit
und stabilisiert die psychische Verfassung und Stimmungslage der Betroffenen.
Dies erhöht die Selbstständigkeit und Lebensqualität der Alzheimer-Kranken
und entlastet die pflegenden Angehörigen. Um Gedächtnis, Orientierungsfähigkeit
und Sprachvermögen der Betroffenen so lange wie möglich aufrecht zu erhalten,
werden so genannte Antidementiva eingesetzt. Psychische Begleitsymptome
der Alzheimer-Erkrankung wie Stimmungsschwankungen, Unruhe, Reizbarkeit,
Aggressivität, Angst und Schlafstörungen können durch die Gabe von Psychopharmaka
gelindert werden. Im Gegensatz zu den Antidementiva sollten diese jedoch
nicht dauerhaft, sondern nur kurzzeitig zur Behandlung akuter Verhaltensstörungen
angewendet werden. |