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DSL-Broschüre gibt Tipps, wie Bluthochdruck frühzeitig erkannt und effektiv vorgebeugt werden kann

 

Bonn, 28.10.05 Bluthochdruck ist eine tückische Erkrankung. Sie verläuft oft jahrelang unbemerkt, da sich viele Betroffene wohl fühlen und nicht ahnen, dass sie hochgradig gefährdet sind. Bleibt Bluthochdruck auf Dauer unbehandelt, schädigt er die Blutgefäße und kann im schlimmsten Fall sogar einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zur Folge haben. Vor allem Risikopatienten sollten daher ihren Blutdruck regelmäßig selbst kontrollieren, empfiehlt die DSL German Seniors.

 

Bluthochdruck kann man weder sehen noch fühlen. Zumindest im Anfangsstadium verursacht erhöhter Blutdruck, der in der Fachsprache als Hypertonie bezeichnet wird, kein unmittelbares Krankheitsgefühl. Vielmehr treten gelegentlich Alltagsbeschwerden auf, die sich durch unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen oder Müdigkeit bemerkbar machen und von den Betroffenen selten mit Bluthochdruck in Verbindung gebracht werden. „Die Hypertonie wird meist zufällig bei einem Arztbesuch entdeckt“, betont Erhard Hackler, Geschäftsführender Vorstand der DSL German Seniors in Bonn. Aktuelle Zahlen bestätigen dies: Jüngsten Schätzungen zufolge leidet jeder zehnte Deutsche an zu hohem Blutdruck, ab dem 50. Lebensjahr sogar jeder Zweite. Davon steht mehr als ein Drittel der Betroffenen der Gefährdung ahnungslos gegenüber. Umso fataler, da es sich bei Bluthochdruck um eine ernstzunehmende Erkrankung handelt, die zu lebensbedrohlichen Folgeschäden führen kann. Denn: Bleibt die Hypertonie über einen langen Zeitraum unbehandelt, muss das Herz fortlaufend gegen einen erhöhten Widerstand anpumpen. Durch die anhaltende Druckbelastung verhärten sich die arteriellen Gefäße und das Risiko einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden, erhöht sich drastisch. Aber auch Schäden an Nieren und Augen können auftreten und führen im schlimmsten Fall zu Nierenversagen oder Erblindung.

 

Den Blutdruck im Blick

Nur eine Kontrollmessung gibt Aufschluss über ein mögliches Bluthochdruckrisiko. Da jedoch die Blutdruckmessung beim Arzt oder in der Klinik relativ selten erfolgt, spiegeln die Ergebnisse immer nur eine Momentaufnahme wieder. Zudem können Aufregung und Anspannung die Messergebnisse verfälschen. Die DSL empfiehlt deshalb vor allem Menschen, die familiär vorbelastet sind oder an Übergewicht leiden, rauchen und sich wenig bewegen, ihren Blutdruck eigenständig zu kontrollieren. Durch regelmäßige Selbstmessungen können Risikopatienten verfolgen, wie sich ihre Lebensführung, z. B. eine gesunde, salzarme Ernährung und viel Bewegung, positiv auf ihren Blutdruck auswirkt und wie umgekehrt etwa Stress und anhaltende Konfliktsituationen den Blutdruck in die Höhe treiben.

 

Zur Selbstmessung stehen heute moderne Messgeräte zur Verfügung, mit denen Risikokandidaten die Möglichkeit haben, ihren Blutdruck überall und jederzeit bequem zu überwachen. „Bei der Anwendung der Geräte werden allerdings häufig Fehler gemacht und dadurch die Werte verfälscht“, betont Erhard Hackler. Neben der korrekten Bedienung ist für die zuverlässige Ermittlung der Blutdruckwerte auch die Qualität des Gerätes entscheidend. Die DSL rät daher Betroffenen beim Kauf eines Blutdruckmessgerätes insbesondere auf Bedienerfreundlichkeit, Sitzkomfort und Zuverlässigkeit der Werte zu achten. So stellen eine übersichtliche Digitalanzeige, verschiedene Manschettengrößen sowie ein Kalibrierungssiegel des Herstellers, welches für die Messgenauigkeit des Gerätes steht, wichtige Qualitätskriterien dar.

 

Die wichtigsten Informationen zu Entstehung, Risiken und Vorbeugung von Bluthochdruck hat die DSL in der Broschüre „Bluthochdruck erkennen und vorbeugen“ zusammengestellt. Sie ist kostenfrei und kann schriftlich bei der DSL e.V. German Seniors, Gotenstraße 164 in 53175 Bonn bestellt oder im Internet unter www.deutsche-seniorenliga.de/bluthochdruck abgerufen werden.