Bei
Herzattacke oder Schlaganfall sofort Notruf 112 wählen
Mobiltelefon
kann Leben retten
Bonn, 28.08.09 Eine plötzliche Herzattacke,
lähmende Schmerzen oder unfallbedingte schwere Verletzungen: Es gibt viele
Situationen, in denen jede Minute zählt. Für solche Notfälle gibt es die
europaweit einheitliche Rufnummer 112! „Gerade ältere Menschen warten bei einer
Herzattacke oder einem Schlaganfall aber häufig viel zu lange, bis sie den
Rettungsdienst rufen“, erläutert Erhard Hackler, Vorstand der Deutschen Seniorenliga.
Typisches Symptom ist ein „Druck auf der Brust“, aber auch Schmerzen in Arm und
Schulter sind Alarmzeichen. Die Patienten warten erst mal ab und wenn die
Symptome nachlassen, rufen sie lieber doch nicht an. Das kann jedoch im
schlimmsten Fall das Leben kosten. Denn bei Herzinfarkt oder Schlaganfall sind
die ersten beiden Stunden die wichtigste Zeit. Je früher die Therapie beginnt,
desto geringer ist die Gefahr, in eine lebensbedrohliche Situation zu kommen.
„Man sollte keine Scheu
haben, in einer Notsituation unverzüglich den Notruf zu wählen, denn nur so können
die Helfer - ob Rettungsdienst, Feuerwehr oder beide - schnell reagieren. Man
muss auch nicht befürchten, belangt zu werden, wenn sich die Situation als
nicht so dringlich herausstellt“, so Hackler.
Den Folgen einer zu
späten oder falschen Notfallversorgung kann man allerdings vorbeugen. Ob daheim
oder unterwegs: Das griffbereite Handy mit einer einfachen Notruffunktion
vermittelt Sicherheit und kann Leben retten. Drückt man die meist auf der
Rückseite des Mobiltelefons befindliche Notruftaste, werden mehrere
nacheinander festgelegte Rufnummern solange angewählt, bis eine Verbindung
zustande kommt. „Auch hierbei ist es ratsam, als erste anzuwählende Nummer die
112 und nicht die Telefonnummer des Hausarztes einzugeben. Dieser verfügt im
Falle einer Herzattacke nicht immer über
die notwendigen Notfallgeräte“, so Hackler. Bei der Notfallfunktion gibt es keine Rufnummernunterdrückung, so dass
der Angerufene die Nummer sieht und wenn nötig zurückruft. Bis zu einer Stunde
nach Betätigung des Notrufknopfs werden Anrufe automatisch angenommen und auf
Freisprecher gestellt.
Außerdem wird bei einigen Handys automatisch eine SMS verschickt, wenn der
Anrufer beispielsweise nicht mehr sprechen kann. Verfügt das Gerät darüber
hinaus über ein integriertes GPS-System, können die Rettungskräfte den Anrufer
via Satellitenortung bis auf wenige Meter orten.
Die
kostenlose Broschüre der Deutschen Seniorenliga „Mobil und aktiv mit Handy“
erläutert die Vorteile eines Mobiltelefons mit Notruffunktion, gibt praktische
Tipps, worauf beim Kauf zu achten ist und zeigt Vertragsmodelle auf, die gerade
für ältere Menschen sinnvoll sind. Bestelladresse: DSL, Heilsbachstrasse 32 in
53123 Bonn. Download im Internet unter www.deutsche-seniorenliga.de