Bluthochdruck: Nicht
abwarten – handeln!
Bonn, 26.03.08 Bluthochdruck ist einer der Haupt-Risikofaktoren
für Herz-Kreislauf-Erkrankungen - nicht selten mit tödlichem Ausgang. Dabei
sind die Möglichkeiten zur Erkennung und Behandlung eines erhöhten Blutdrucks
heute so gut, dass dieser Risikofaktor nahezu ausschaltbar ist. Wichtig ist vor allem die regelmäßige Kontrolle der
eigenen Werte, um ein Ansteigen frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Denn
wer schon gegen leichten Bluthochdruck etwas unternimmt, kann seine Gesundheit
wirksam verbessern.
Wer seine
Blutdruckwerte nicht kennt, lebt möglicherweise riskant. Denn: Bleibt Bluthochdruck über einen langen Zeitraum
unbehandelt, muss das Herz fortlaufend gegen einen erhöhten Widerstand
anpumpen. Durch die anhaltende Druckbelastung verhärten sich die arteriellen Gefäße und das
Risiko einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden, nimmt drastisch zu.
Aber auch Schäden an Nieren und Augen können auftreten und führen im
schlimmsten Fall zu Nierenversagen oder Erblindung.
Das
Heimtückische an dieser Erkrankung ist, dass sie bereits in der beschwerdefreien
Zeit den Körper vielfältig schädigt. “Ob man mit dieser
Krankheit gesund alt wird, hängt vor allem davon ab, ob sie rechtzeitig erkannt
und gewissenhaft behandelt wird“, sagt
Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga. „Die
Realität zeigt aber, dass die Betroffenen nur in den seltensten Fällen von
ihrem gesundheitlichen Risiko wissen“. Wer sein Problem nicht kennt,
kann naturgemäß auch nichts dagegen tun. Dabei wäre das immens wichtig, denn je eher Bluthochdruck diagnostiziert wird, desto besser
sind die Behandlungschancen. In einem frühen Stadium muss der Patient meistens
noch nicht einmal Medikamente nehmen – oft genügt bereits eine Änderung des
Lebensstils.
Regelmäßig messen
schafft Klarheit
Aufschluss
über ein mögliches Bluthochdruckrisiko gibt nur eine Kontrollmessung der
eigenen Werte. Da jedoch die Blutdruckmessung beim Arzt oder in der Klinik
relativ selten erfolgt, spiegeln die Ergebnisse immer nur eine Momentaufnahme
wieder. Der Grund: Wie so viele Mechanismen im Körper unterliegt auch der
Blutdruck einem natürlichen Tagesrhythmus. Zusätzlich beeinflussen ihn innere
und äußere Faktoren wie Freude, Ärger und Stress. Daher ist das Ergebnis einer
Messung immer nur als Momentaufnahme zu verstehen. Wer genau über seinen
Blutdruck Bescheid wissen will, sollte mehrmals täglich messen. Der
Selbstmessung des Blutdrucks kommt dabei eine höhere diagnostische und
prognostische Aussage als der Gelegenheitsmessung in der Praxis zu.
Wenn es beim
Blutdruckmessen ein böses Erwachen gibt, können Patienten häufig mit einem
gesünderen Lebensstil gegensteuern. Tipps gibt die neu überarbeitete Broschüre
„Bluthochdruck natürlich senken“ der Deutschen Seniorenliga (DSL). So erfährt
der Leser, wie man selbst durch ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung
vorsorgen oder bestehenden Beschwerden entgegenwirken kann. Besondere
Aufmerksamkeit schenkt die Broschüre auch der Diagnose und Vorbeugung von
Bluthochdruck. Ergänzt wurde zudem ein Kapitel zum Thema Morgenhochdruck, da er
das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Nierenschäden nochmals drastisch
erhöht. Der kostenlose Ratgeber kann schriftlich bei der DSL, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn bestellt oder im
Internet unter www.dsl-bluthochdruck.de
abgerufen werden.