Gutes Sehen und Beweglichkeit beugt Stürzen vor

Bonn, 25.05.09 Mit zunehmendem Alter steigt das Sturzrisiko und damit auch die Gefahr von Knochenbrüchen. Die Gründe liegen in nachlassender Sehkraft, schwindender Muskelkraft oder in Gleichgewichtsstörungen, die oft durch Medikamente verursacht werden. Stürze wurden bis vor kurzem noch als unabwendbares Schicksal betrachtet und führten nicht selten zur Pflege-bedürftigkeit. Heute ist bewiesen, dass durch vorbeugende Maßnahmen die Hälfte aller Stürze vermieden werden könnten.

„Kaum einer will sich eingestehen, dass Alter auch mit Gebrechlichkeit einhergehen kann“, meint Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga DSL. „Dabei ist Alter keine Krankheit und keine Schande. Wer sich regelmäßig bewegt, kann seine Mobilität und damit seine Selbstständigkeit bis ins hohe Alter behalten. Jeder sollte deshalb aktiv werden oder bleiben - auch mit  70 oder 80 ist es dafür nicht zu spät.“

Nur regelmäßige Bewegung hilft, den Abbau der Körperfunktionen zu verlangsamen. Geraten wird zu regelmäßigen Spaziergängen oder Schwimmen, um die Muskeln zu stärken. Viele Sportvereine, Krankenkassen oder Volkshochschulen bieten Gymnastikkurse für Senioren an, in denen das Gleichgewicht trainiert wird.

Zudem ist es wichtig, gemeinsam mit dem Hausarzt alle Medikamente zu überprüfen, die regelmäßig eingenommen werden. Manche Präparate wie beispielsweise Schlafmittel, die am Morgen noch nachwirken, können Einfluss auf die Standfestigkeit und Lauffähigkeit haben. Manchmal lässt sich die Dosierung der Medikamente verringern, so dass die Gefährdung reduziert wird.

Ein weiterer großer Risikofaktor ist schlechtes Sehen. Optiker schätzen, dass 90% der Senioren fehlsichtig sind und viele von ihnen die falsche Brille tragen. Die Gläser müssen optimal eingestellt und dürfen nicht beschädigt sein. Deshalb sollten regelmäßige Besuche beim Augenarzt oder Sehtests beim Optiker eingeplant werden.

Mit der kostenlosen Broschüre „Besser sehen, mehr erleben“ gibt die Deutsche Seniorenliga einen Leitfaden an die Hand, der umfassend über die häufigsten Sehmängel wie Kurz- oder Weitsichtigkeit bzw. Alterssichtigkeit informiert. Der Ratgeber gibt Tipps, wie diese Defizite frühzeitig erkannt werden können, und informiert über die verschiedenen Korrektur- oder Behandlungsmöglichkeiten. Bestelladresse: DSL, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn. Im Internet informiert www.dsl-sehen.de über das Thema.