„Gut leben, wo ich zu Hause bin“
Sturzunfälle sind
vermeidbar
Sicherheits-Checkliste mit sinnvollen Verbesserungsvorschlägen
Bonn, 24.07.2009 Für Senioren sind Stürze mit Abstand die Unfallursache Nummer
eins: Rund 3600 Menschen über 65 kommen pro Jahr in Deutschland durch einen
Sturz in den eigenen vier Wänden ums Leben. Viele ältere Menschen schränken
ihre Aktivitäten nach einem Unfall ein und beschleunigen damit den körperlichen
und geistigen Abbau. Sie bewegen sich unsicher, stürzen daher erneut und geraten
in einen Teufelskreis.
„In den
meisten Fällen sind Sicherheitsmängel in der Wohnung für die Stürze
mitverantwortlich. Dabei könnten viele Unfälle durch einfache Vorkehrungen
vermieden werden“, erklärt Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen
Seniorenliga.
So stellen
nicht gründlich verlegte Kabel oder rutschende Teppiche eine große Gefahr dar.
Kabel sollten an den Wänden entlang verlegt und Teppiche mit Antirutschmatten
versehen werden. Der mit Abstand häufigste Unfallverursacher ist der am Rand
umgeknickte Läufer. „.Wenn auch viele Erinnerungen mit dem „guten Stück“
verbunden sind, sollte dieser besser entsorgt werden“, meint Hackler. „Denn
Sicherheit geht vor!“
Ein weiterer
wichtiger Aspekt für die Sicherheit im Haus sind gute Lichtquellen. So sollten
Lampen mit leistungsstarken Leuchtmitteln versehen werden. Im Bad und in
Räumen, die vom Schlafzimmer zum Bad führen, ist es sinnvoll, Nachtlichter wie
eine Art Leitsystem zu installieren. Hier bieten sich einfache Steckerleuchten
an, die man günstig im Baumarkt erhält.
Die
Seniorenliga hat eine Checkliste erarbeitet, die auch von besorgten Freunden,
Angehörigen oder Nachbarn zur Verbesserung der Sicherheit genutzt werden kann. Die
Checkliste kann zusammen mit der Broschüre „Gut leben, wo ich zu Hause bin“ kostenlos bei der Seniorenliga bestellt
werden. Bestelladresse DSL, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn. Die
Checkliste steht im Internet unter www.deutsche-seniorenliga.de als Download
zur Verfügung.