Bonn, 24.06.09 Viele
Anleger lassen sich bei ihrer privaten Altersvorsorge nicht von der Finanzkrise
beeinflussen. 12,4 Millionen Menschen sorgen allein mit einer Riester-Rente für
das Alter vor. Diese Zahl meldet das Bundessozialministerium. Allein in den
ersten drei Monaten des Jahres schlossen rund 275.000 Sparer einen
Riester-Vertrag über eine Zusatzrente neu ab. Trotz allem hat bislang nicht
einmal die Hälfte der möglichen Riester-Sparer einen entsprechenden Vertrag
abgeschlossen. Die Zahl der Bundesbürger, die in die gesetzliche
Rentenversicherung einzahlen oder mit jemandem verheiratet sind, der in das
staatliche Rentensystem einzahlt, wird auf knapp 29 Mio. geschätzt.
Die Riester-Rente
eignet sich vor allem wegen der staatlichen Zulagen und Steuerersparnisse. Die
Zulagen kommen von der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen. Zum
Zahltermin am 15. Mai 2009 hat sie laut Bundessozialministerium rund 1,6
Milliarden Euro Zulagen an Riester-Sparer ausgezahlt. Das ist die höchste
Summe, die bisher zu einem Zahlungstermin von förderfähigen
Altersvorsorge-Verträgen gutgeschrieben wurde. Insgesamt hat die Zulagenstelle
bis Mitte Mai Zulagen in Höhe von mehr als 5,3 Milliarden Euro an Riester-Sparer
überwiesen. Der Sparer kann die Einzahlungen in die Riester-Rente auch als
Sonderausgaben in der Steuererklärung verrechnen. Der Fiskus prüft dann, ob
sich der Sonderausgaben-Abzug oder die Zulagen rechnen.
„Gerade
die Finanzkrise könnte viele zum Riester-Sparen bewogen haben“, meint Erhard
Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga. „Im Gegensatz
zu vielen anderen Anlageprodukten ist die Riester-Rente sehr sicher, da alle
staatlichen Zulagen plus das selbst Ersparte zum Laufzeitende zur Auszahlung
garantiert sind. Ein Vorteil, den Aktien oder Fonds nicht bieten“, so Hackler.
Bevor man jedoch einen Vertrag unterschreibt, sollte man sich nach den Kosten
erkundigen. Diese variieren insbesondere bei den Angeboten der Versicherer
erheblich und entscheiden mit darüber, ob im Alter einige Hundert Euro mehr
oder weniger zur Verfügung stehen.
In der neuen kostenlosen Informationsbroschüre „Die neue
Altersvorsorge“ beantwortet die Deutsche Seniorenliga die wichtigsten Fragen
zum Thema und gibt Tipps, wie man auch kurz vor Rentenbeginn noch eine
Zusatzrente aufbauen kann. Bestelladresse: DSL, Heilsbachstraße 32 in 53123
Bonn. Internet: www.deutsche-seniorenliga.de