Mit Bausparvertrag altersgerecht modernisieren

Keine Altersgrenze bei Wohnungsbauprämie

Bonn, 23.04.10 Beim Thema Bausparen denkt man eher an jüngere Leute, die Kapital für ein späteres Eigenheim ansammeln möchten. Der Staat beteiligt sich, indem er Sparer über 16 Jahren, deren Einkommen nicht mehr als 25.600 Euro beträgt, mit einer Wohnungsbauprämie unterstützt. Bei Verheirateten liegt die Einkommensgrenze bei 51.200 Euro. Diese Voraussetzungen werden oft auch von Rentnern erfüllt. Denn was viele nicht wissen: Eine Altersgrenze nach oben gibt es bei der Wohnungsbauprämie nicht. Mit ihr kann sich das Bausparen auch für Rentner auszahlen. Die Prämie beträgt 8,8 Prozent für eine jährliche Bausparleistung von maximal 512 Euro bei Ledigen und 1.024 Euro bei Verheirateten.

„Das ergibt unterm Strich stattliche finanzielle Vorteile“, erläutert Schwäbisch Hall-Experte Marcus Weismantel und rechnet vor: „Ein Ehepaar, das einen Bausparvertrag über 20.000 Euro abschließt und monatlich 86 Euro einzahlt, kann pro Jahr bis zu 90 Euro Wohnungsbauprämie bekommen. Das sind bei einer Vertragslaufzeit von sieben Jahren 630 Euro staatliche Förderung. Insgesamt verfügt das Ehepaar nach sieben Jahren mit Einzahlungen, Prämien und Zinsen über ein Guthaben von rund 8.000 Euro – die verbleibenden 12.000 Euro können sie bei Bedarf anschließend als zinsgünstiges und zinssicheres Bauspardarlehen erhalten und damit beispielsweise ihre Küche oder ihr Bad altersgerecht umbauen oder auch in eine Solaranlage oder einen neuen Heizkessel investieren.“

„Da die meisten Rentner wenig oder gar kein Einkommen zu versteuern haben, erfüllen sie meist die Voraussetzungen für die staatliche Bausparprämie und können damit eine attraktive Sparrendite erzielen", erläutert Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga. Immer mehr Menschen nutzen diese Anlageform jedoch für die Finanzierung notwendiger Modernisierungsmaßnahmen. Vier von fünf Rentnern leben bereits seit mehr als 20 Jahren in derselben Wohnung oder in denselben Häusern, die meist nicht den Bedürfnissen im fortschreitenden Alter entsprechen. Ausstattungsmängel der Wohnung sind dabei der häufigste Grund, warum ältere Menschen ihren Haushalt nicht mehr selbstständig führen können. „Wer jedoch frühzeitig dafür sorgt, sein Zuhause den künftigen Bedürfnissen anzupassen und sich bei der Gelegenheit einige ganz persönliche Wohnwünsche erfüllt, kann sein modernisiertes Haus bis ins hohe Alter genießen“, so Hackler.

Wie man Wohnungen und Häuser komfortabel und vor allem bedarfsgerecht gestaltet, verrät die kostenlose Broschüre "Gut leben, wo ich zu Hause bin". Sie zeigt, dass die Umgestaltung nicht nach einem Standardkonzept ausgeführt wird, sondern individuell angepasst werden muss. Neben Tipps zur Planung und Finanzierung widmet sich die 24-seitige Broschüre einzelnen Bereichen des Wohnens. Sie stellt einfache, aber effektive Maßnahmen vor, wie man Küche, Bad, Wohn- und Schlafzimmer so verändert, dass der Alltag praktisch und bequem bewältigt werden kann. Telefonische Bestellung unter 0791/46 4902. Postalisch: DSL, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn. Im Internet unter www.deutsche-seniorenliga.de oder www.schwaebisch-hall.de/gut-leben