Hohe staatliche Zuschüsse für Energiesparberatung

Professionelle Energieberatung rechnet sich langfristig

Bonn, 22.02.2010 Für viele Haushalte ist der Jahresbeginn finanziell heikel. Neben den Prämien für Versicherungen steht auch die Abrechnung für Heizung, Strom, Gas und Wasser an. Die Bundesbürger müssen wegen stark gestiegener Energiepreise und wegen des kalten Winters tiefer in die Tasche greifen. Und die Energiepreisentwicklung wird die Situation in den nächsten Jahren eher verschärfen. Clevere Verbraucher sehen diesem Preisauftrieb nicht tatenlos zu und planen energetische Modernisierungsmaßnahmen, um den Energieverbrauch und damit auch die Kosten zu reduzieren. Der erste Schritt für eine fachgerechte energetische Sanierung ist die kompetente Energieberatung, die Aufschluss darüber gibt, welche Maßnahmen unter energetischen wie finanziellen Aspekten sinnvoll sind.

Wer den steigenden Energiekosten entgegensteuern will, sollte sich in jedem Fall kompetent beraten lassen“, meint Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga (DSL) in Bonn. Wichtig ist dabei, auf die Qualifikation des Beraters zu achten und genau zu prüfen, welche Art Berater gebraucht wird. Energieberater ist bislang kein geschützter Beruf. So bieten auch die örtlichen Stadtwerke Energieberater an, die zumeist jedoch nur einfache Haushaltstipps vermitteln. Ein guter Energie-Check für Wohneigentum ist die so genannte Vor-Ort-Energieberatung, die das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) anbietet. Die Energieberater überprüfen vom Keller bis zum Dach alles anhand einer vom Bundesamt vorgeschriebenen Liste. Ein finanzieller Anreiz: Die Arbeit der BAFA-Berater wird bei privaten Hausbesitzern mit bis zu 300 Euro – also etwa der Hälfte der Gesamtkosten – gefördert. Der Auftraggeber bekommt dafür ein individuell abgestimmtes Gesamtkonzept über sinnvolle Maßnahmen und Förderprämien inklusive einer Kosten-Nutzen-Analyse. Als förderfähig gelten bereits Eigenheime, deren Bauantrag vor 1995 gestellt wurde.

Ein weiterer finanzieller Vorteil: Der Staat fördert Investitionen in Energiesparmaßnahmen über die Förderbank der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit zinsgünstigen Darlehen. Das Prinzip: Je mehr Energie und damit klimaschädliches CO2 der Besitzer einspart, umso niedriger ist der Zinssatz. Wer einen Altbau besser dämmt, als es für einen Neubau vorgeschrieben ist, erhält sogar beträchtliche Tilgungszuschüsse auf das Darlehen. Auch Banken und Bausparkassen bieten inzwischen günstige Kredite zur energetischen Modernisierung an. Der Solar-Kredit der Bausparkasse Schwäbisch Hall kann beispielsweise bis 30.000 Euro ohne grundbuchliche Sicherung beantragt werden.

„Jede umgesetzte Energiesparmaßnahme ist eine Investition in die Zukunft, mit der Hausbesitzer langfristig viel Geld sparen. Bei allen Umbaumaßnahmen ist es ratsam, auch an die sich verändernden Bedürfnisse im Alter zu denken und entsprechend vorausschauend zu handeln“, erläutert Hackler.

Wertvolle Tipps und Anregungen für altersgerechte Umbaumaßnahmen im ganzen Haus hat die Deutsche Seniorenliga in dem kostenlosen Ratgeber „Gut leben, wo ich zu Hause bin“ zusammengefasst. Diesen gibt die Seniorenliga in Kooperation mit der Bausparkasse Schwäbisch Hall heraus. Telefonische Bestellung unter 0791/46 4902. Postalisch: DSL, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn. Download im Internet unter www.deutsche-seniorenliga.de oder www.schwaebisch-hall.de/gut-leben

Unter www.bafa.de finden Hausbesitzer eine Liste zugelassener Energieberater in ihrer Region sowie eine Checkliste, was der Prüfbericht alles enthalten muss. Informationen zum KfW-Kredit unter www.kfw.de