Hohe staatliche Zuschüsse für
Energiesparberatung
Professionelle Energieberatung rechnet
sich langfristig
„Wer den steigenden
Energiekosten entgegensteuern will, sollte
sich in jedem Fall kompetent beraten lassen“, meint Erhard Hackler, geschäftsführender
Vorstand der Deutschen Seniorenliga (DSL) in Bonn. Wichtig ist dabei, auf die
Qualifikation des Beraters zu achten und genau zu prüfen, welche Art Berater
gebraucht wird. Energieberater ist bislang kein geschützter Beruf. So bieten auch
die örtlichen Stadtwerke Energieberater an, die zumeist jedoch nur einfache Haushaltstipps vermitteln. Ein guter Energie-Check
für Wohneigentum ist die so genannte Vor-Ort-Energieberatung, die das Bundesamt
für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) anbietet. Die Energieberater
überprüfen vom Keller bis zum Dach alles anhand einer vom Bundesamt vorgeschriebenen
Liste. Ein finanzieller Anreiz: Die Arbeit der BAFA-Berater wird bei privaten
Hausbesitzern mit bis zu 300 Euro – also etwa der Hälfte der Gesamtkosten – gefördert.
Der Auftraggeber bekommt dafür ein individuell abgestimmtes Gesamtkonzept über
sinnvolle Maßnahmen und Förderprämien inklusive einer Kosten-Nutzen-Analyse. Als förderfähig gelten bereits Eigenheime, deren
Bauantrag vor 1995 gestellt wurde.
Ein weiterer finanzieller Vorteil: Der Staat
fördert Investitionen in Energiesparmaßnahmen über die Förderbank der
Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit zinsgünstigen Darlehen. Das Prinzip:
Je mehr Energie und damit klimaschädliches CO2 der Besitzer einspart,
umso niedriger ist der Zinssatz. Wer einen Altbau besser dämmt, als es für
einen Neubau vorgeschrieben ist, erhält sogar beträchtliche Tilgungszuschüsse
auf das Darlehen. Auch Banken und Bausparkassen bieten inzwischen günstige Kredite
zur energetischen Modernisierung an. Der Solar-Kredit der Bausparkasse
Schwäbisch Hall kann beispielsweise bis 30.000 Euro ohne grundbuchliche
Sicherung beantragt werden.
„Jede umgesetzte
Energiesparmaßnahme ist eine Investition in die Zukunft, mit der Hausbesitzer langfristig viel Geld sparen. Bei allen Umbaumaßnahmen ist es ratsam, auch an
die sich verändernden Bedürfnisse im Alter zu denken und entsprechend
vorausschauend zu handeln“, erläutert Hackler.
Wertvolle Tipps und Anregungen für
altersgerechte Umbaumaßnahmen im ganzen Haus hat die Deutsche Seniorenliga in dem
kostenlosen Ratgeber „Gut leben, wo ich zu Hause bin“ zusammengefasst. Diesen gibt die
Seniorenliga in Kooperation mit der Bausparkasse Schwäbisch Hall heraus. Telefonische
Bestellung unter 0791/46 4902. Postalisch: DSL,
Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn. Download im Internet unter www.deutsche-seniorenliga.de
oder www.schwaebisch-hall.de/gut-leben
Unter
www.bafa.de finden
Hausbesitzer eine Liste zugelassener Energieberater in ihrer Region sowie eine
Checkliste, was der Prüfbericht alles enthalten muss. Informationen zum
KfW-Kredit unter www.kfw.de