Bonn, 22.02.2008 Beim Abschluss einer
privaten Pflegezusatzversicherung sollten Senioren prüfen, welches Tarifmodell
am besten zu ihrer Familiensituation passt. Darauf weist die Deutsche
Seniorenliga in Bonn hin.
Wer keine Angehörigen hat und daher im Pflegefall
in ein Heim muss, sei mit einem Pflegekostentarif gut beraten. Er deckt die
tatsächlich entstehenden Betreuungskosten ab, die nicht von der gesetzlichen
Versicherung übernommen werden. Eine Tagegeldpolice empfehle sich dagegen für
Personen, die später voraussichtlich von Angehörigen betreut werden und ihnen
Extrakosten ersparen wollen. Dabei erhalten Pflegebedürftige einen monatlichen
Betrag, über den sie frei verfügen können.
Als dritte Variante sind dem Verein zufolge
Pflegerente-Policen für Versicherte zu empfehlen, die sich bei
Vertragsabschluss noch nicht festlegen wollen, ob sie später zu Hause oder im
Heim betreut werden möchten. Sie funktionieren ähnlich wie Tagegeld-Policen,
die monatlichen Auszahlungen hängen dabei von der jeweiligen Pflegestufe ab.
Außerdem könnten Versicherte bei diesem Modell zu Beginn der Pflegezeit eine
einmalige Auszahlung vereinbaren, um Umzugs- oder Umbaukosten zu decken.
Quelle:
dpa/DSL e.V.