Bonn, 21.06.2010 Viele Rentner
stehen vor dem gleichen Problem: Trotz Altersvorsorge fehlen ihnen die finanzielle
Mittel für den gewohnten Lebensstandard. Unerwartete Anschaffungen oder
Ausgaben für die Gesundheitspflege werden da schnell zur Belastungsprobe. Die Situation
wird sich künftig noch verschärfen, denn bis 2035 werden die Leistungen der
gesetzlichen Rente kontinuierlich zurückgehen. Wohneigentümer sind im Vorteil:
Sie können mit einer Umkehrhypothek ihr monatliches Ruhestandsgeld aufstocken.
„Ohne
Zweifel ist die eigene Immobilie die wertbeständigste und damit
eine solide Form der Altersvorsorge“, meint Erhard Hackler, geschäftsführender
Vorstand der Deutschen Seniorenliga. Untersuchungen zeigen: Die
Wohneigentumsquote von älteren Haushalten hat sich in den vergangenen 20 Jahren
fast verdoppelt. „Heute leben rund zwei Drittel der Haushalte jenseits der 70
in der eigenen Immobilie und sparen damit ihre Miete“, sagt Marcus Weismantel,
Vorsorge-Experte der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Die steigende
Lebenserwartung und die Tendenz zum lebenslangen Wohnen in den eigenen vier
Wänden erfordern aber auch Investitionen. Wer seinen Ruhestand genießen will,
kann Teile seines Vermögens „verzehren“.
Mit
der Umkehrhypothek lässt sich das Haus wieder zu Geld machen, ohne dass die
Eigentümer ausziehen müssen. Das funktioniert
so: Der Hausbesitzer lässt seine Immobilie beleihen und erhält dafür ein
Darlehen, das entweder als regelmäßige Rente oder auf einen Schlag ausbezahlt
wird. „Gleichzeitig erhält er ein lebenslanges Wohnrecht und darf im eigenen
Haus wohnen bleiben“, so Weismantel. Zu Lebzeiten fallen keine Zins- und
Tilgungszahlungen an. Die Rückzahlung des Darlehens wird erst dann fällig, wenn
der Hausbesitzer stirbt oder aus dem Haus auszieht. Und nur wenn die Eigentümer
oder ihre Erben den Kredit nicht zurückzahlen können oder wollen, geht das Haus
in das Eigentum der Bank über. Trotz des offensichtlichen Bedarfs gibt es
hierzulande – anders als in den USA – bislang nur wenige Angebote. Deshalb
empfiehlt Hackler: „Ob man eine Rentenlücke schließen oder notwendige
Modernisierungsmaßnahmen finanzieren will: Interessenten sollten sich in jedem
Fall umfassend beraten lassen“.
Eine Alternative zur Umkehrhypothek ist ein Bausparvertrag:
Wer
schon heute für seine Modernisierungs- oder Umbauwünsche vorsorgt, sichert sich
als Bausparer langfristig günstige Zinsen und die staatliche Förderung. Als
weitere Finanzierungsmöglichkeit empfiehlt Weismantel ein Darlehen der staatlichen KfW-Förderbank: “Die KfW zahlt Zuschüsse
von bis zu 2.500 Euro für den altersgerechten Umbau.“ Neu ist: Ab Juli
unterstützt die Förderbank auch den Erwerb von frisch altersgerecht
sanierten Ein- und Zweifamilienhäusern oder Eigentumswohnungen.
Wie man Wohnungen und
Häuser bedarfsgerecht gestaltet – vom Umbau bis zur Finanzierung – zeigt die
kostenlose Broschüre "Gut leben, wo ich zu Hause bin". Telefonische
Bestellung unter 0791/46 4902. Postalisch: DSL,
Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn. Im Internet unter www.deutsche-seniorenliga.de
oder www.schwaebisch-hall.de/gut-leben