Obama: Wahlsieg durch Seniorenstimmen

Ältere Wähler auch im Fokus deutscher Wahlkämpfer

Bonn, 20.02.08 Barack Obama selbst räumte immer ein, die älteren Wähler nicht zu erreichen. Sein Glück war, dass er mit dieser Einschätzung gründlich daneben lag. Dies verdeutlicht eine Analyse, die jetzt von der weltgrößten, amerikanischen Seniorenorganisation AARP* herausgegeben wurde. Danach haben über 25 Millionen Amerikaner über 50 Jahren ihre Stimme Obama gegeben und damit maßgeblich zu dessen Wahlsieg beigetragen. „Dieses Ergebnis verdeutlicht den enormen Einfluss, den die ältere Bevölkerung auf den Wahlausgang in Amerika hatte“, erläutert Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga, die Analyse der AARP.

Durch den demografischen Wandel stehen auch in Deutschland immer weniger jüngere Wahlberechtigte einer zunehmenden Zahl älterer gegenüber. Im Hinblick auf die bevorstehende Wahl des Europaparlaments sowie die anschließende Bundestagswahl sollte laut Hackler das Augenmerk auch der hiesigen Parteien in besonderem Maße auf die Wähler über 50 Jahren gerichtet sein. Dabei hat sich das politische Einflusspotenzial der älteren Wahlberechtigten nicht nur rein quantitativ spürbar erhöht. „Mehr denn je bietet sich den älteren Menschen in Deutschland die Gelegenheit, sich bei Wahlen angemessen Gehör zu verschaffen und sich so mit ihren Interessen und Ansprüchen einzubringen“, so Hackler.

* Erstellt auf Basis des CNN exit polls.