Gut sehen im Alter
Alterssichtigkeit nicht einfach hinnehmen
Bonn, 20.02.2009 Die Augen sind unser
wichtigstes Sinnesorgan: 16 bis 18 Stunden verlassen wir uns Tag für Tag
auf sie. Sie leiten uns durch unseren Alltag, ermöglichen uns die Orientierung,
erschließen uns Natur und Wohnwelt, Bücher, Zeitungen, Fernseher oder auch den Computer-Bildschirm.
Unsere Augen spielen eine zentrale Rolle bei der Kommunikation mit unseren
Mitmenschen.
Wenn man älter wird, lässt
jedoch die Sehkraft mehr und mehr nach – das ist eine natürliche biologische
Entwicklung. So können viele Menschen über 40 „das Kleingedruckte“ nur schwer
entziffern: die Buchstaben beginnen, vor den Augen zu verschwimmen. Ursache ist
zumeist die so genannte Alterssichtigkeit. Sie entsteht, wenn die Elastizität
der Augenlinse mit zunehmendem Alter abnimmt. Das Auge kann dann die Sehschärfe
nicht mehr richtig an unterschiedliche Entfernungen anpassen.
Nicht nur die Augen selbst,
sondern auch die Verarbeitung der visuellen Signale im Gehirn können zu einer
Verminderung der Sehqualität führen. Auch Krankheiten oder ernährungsbedingte
Mangelerscheinungen können Gründe für eine verminderte visuelle Wahrnehmung
sein. Bei regelmäßiger
Untersuchung kann man Schäden am Auge jedoch rechtzeitig feststellen und
behandeln, noch bevor hierdurch die Sehkraft beeinträchtigt wird.
Die gemeinnützige Deutsche Seniorenliga (DSL e.V.) empfiehlt
daher ab dem 40., spätestens jedoch ab dem 45.Lebensjahr, die Sehleistung regelmäßig
überprüfen zu lassen. „Auch eine sich nur schleichend verringernde Sehleistung
wirkt sich auf den Alltag aus. Sie beeinflusst berufliche Tätigkeiten ebenso
wie Freizeitaktivitäten. Eine gute und „gesunde“ Sicht bis ins hohe Alter wirkt
sich hingegen maßgeblich auf die persönliche Lebensqualität aus. Regelmäßige
Kontrollen sowie umsichtiger Umgang und Achtsamkeit mit sich und seinen Augen sind
daher das A und O einer sinnvollen Vorsorge“, rät Erhard Hackler,
geschäftsführender Vorstand der DSL. „Gegen die mögliche Alterssichtigkeit gibt
es zwar kein Patentrezept. Aber altersbedingte Probleme mit den Augen sind in
den meisten Fällen mit einfachen Mitteln lösbar“, so Hackler.
Es gibt viele Anzeichen, die auf ein Nachlassen der Sehleistung
hindeuten können. Warnsignale sind etwa Kopfschmerzen, Augenflimmern, häufiges
Stolpern, Anstoßen oder auch eine veränderte Farbwahrnehmung, Juckreiz und
vieles mehr. In diesen Fällen sollte man keine Zeit verlieren und zum Augenarzt
gehen.
Die neue kostenlose Broschüre „Besser sehen – mehr erleben“
informiert umfassend über die häufigsten Sehmängel wie Kurz- oder Weitsichtigkeit
bzw. Alterssichtigkeit. Der Ratgeber gibt Tipps, wie diese Defizite und
Erkrankungen frühzeitig erkannt werden können und informiert über verschiedene
Korrektur- oder Behandlungsmöglichkeiten.
Bestelladresse: Deutsche Seniorenliga,
Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn. Im Internet informiert www.dsl-sehen.de über
das Thema.