Häufigster Hinderungsgrund für sportliche
Betätigung ist für die Teilnehmerinnen der Befragung Zeitmangel. Bei den männlichen
Teilnehmern zeigen sich im Vergleich der unterschiedlichen Altersgruppen klare
Unterschiede: Während es bei Männern bis 65 Jahren vor allem an Lust und Zeit
mangelt, wirken bei den älteren Männern bereits häufiger körperliche Faktoren
einschränkend.
Bei der Auswahl des Sportgerätes verhalten
sich Ältere eher konservativ: Beliebt sind Klassiker wie das Trimmrad. Die Beobachtung
des eigenen Körpers mit Hilfe von Blutdruckmessgeräten und Pulsuhren hat mit einer
Nutzung von mehr als 60 Prozent bei Personen ab 65 Jahren einen hohen
Stellenwert.
Videokonsolen wie die Nintendo „Wii“, die mit Körperbewegungen gesteuert wird, lehnen die
über 55-Jährigen als Sportgerät bislang weitestgehend (80 Prozent) ab. Hiermit
bleibt diese neue Technik vorerst Domäne
der Jüngeren.
„Sport hält nicht nur fit, sondern trägt in allen
Phasen des Lebens mit dazu bei, bis ins hohe Alter gesund zu bleiben. Und für
körperliche Aktivität ist es nie zu spät“, meint Erhard Hackler, geschäftsführender
Vorstand der Seniorenliga. „Laufen, Radfahren und Schwimmen sind dabei ideale
Sportarten für Senioren. Und die Liste der günstigen Effekte ist lang“, so
Hackler. Ausdauertraining beispielsweise senkt langfristig die Ausschüttung von
Stresshormonen wie Adrenalin, sodass Blutdruck und Pulsfrequenz bei Belastung
weniger ansteigen. Gleichzeitig hat das Training einen positiven Effekt auf
erhöhte Blutfettwerte. Darüber hinaus mindert Bewegung den altersbedingten
Abbau von Muskeln und verbessert das Kurzzeitgedächtnis und das
Reaktionsvermögen von Senioren. Schließlich profitiert auch die Psyche, weil
Sport Spaß macht und soziale Kontakte geknüpft werden. Kurzum: Sport tut auch
älteren Menschen gut. Sie fühlen sich insgesamt besser und entspannter!