Umfrage: Wer rastet, der rostet - Mit Sport und Bewegung gesund und fit bleiben

Bonn, 18.11.2008 Sie sind vitaler denn je, treiben regelmäßig Sport und bereisen die Welt. Dass Menschen jenseits der 65 Jahre noch lange nicht zum alten Eisen gehören, hat die Gesellschaft längst wahrgenommen. Bestätigt wird dies durch eine aktuelle Umfrage des Marktforschungs- und Beratungsinstituts psychonomics AG in Kooperation mit der Deutschen Seniorenliga. „Die Studie zeigt, dass sich gerade die älteren Teilnehmer sehr wohl in ihrer Haut fühlen und mit sportlicher Betätigung einen wichtigen Grundstein für den Erhalt ihrer Selbstständigkeit und Unabhängigkeit legen“, resümiert Studienleiterin Anna Schneider von psychonomics.

Über alle Altersgruppen hinweg sind die Befragten ähnlich aktiv. Mehr als 75 Prozent geben an, sich mehrmals in der Woche sportlich zu betätigen. Die subjektive Fitness steigt mit dem Alter sogar an, ebenso wie die Zufriedenheit mit dem Ausmaß der Bewegung. Während Personen, die bislang noch keinen Sport treiben, sich von Bewegung vor allem schnellen und langfristigen Gewichtsverlust erhoffen, rückt dieses Motiv mit steigendem Alter bei den Sporttreibenden immer mehr in den Hintergrund.

In allen Altersgruppen sind der Erhalt von Gesundheit und Selbstständigkeit sowie der Spaß an der Bewegung Hauptmotivation für sportliche Aktivitäten. Auch die Vorbeugung von Krankheiten motiviert - vor allem Personen höheren Alters – zur Bewegung.

Häufigster Hinderungsgrund für sportliche Betätigung ist für die Teilnehmerinnen der Befragung Zeitmangel. Bei den männlichen Teilnehmern zeigen sich im Vergleich der unterschiedlichen Altersgruppen klare Unterschiede: Während es bei Männern bis 65 Jahren vor allem an Lust und Zeit mangelt, wirken bei den älteren Männern bereits häufiger körperliche Faktoren einschränkend.

Bei der Auswahl des Sportgerätes verhalten sich Ältere eher konservativ: Beliebt sind Klassiker wie das Trimmrad. Die Beobachtung des eigenen Körpers mit Hilfe von Blutdruckmessgeräten und Pulsuhren hat mit einer Nutzung von mehr als 60 Prozent bei Personen ab 65 Jahren einen hohen Stellenwert.

Videokonsolen wie die Nintendo „Wii“, die mit Körperbewegungen gesteuert wird, lehnen die über 55-Jährigen als Sportgerät bislang weitestgehend (80 Prozent) ab. Hiermit bleibt diese neue Technik  vorerst Domäne der Jüngeren.

„Sport hält nicht nur fit, sondern trägt in allen Phasen des Lebens mit dazu bei, bis ins hohe Alter gesund zu bleiben. Und für körperliche Aktivität ist es nie zu spät“, meint Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Seniorenliga. „Laufen, Radfahren und Schwimmen sind dabei ideale Sportarten für Senioren. Und die Liste der günstigen Effekte ist lang“, so Hackler. Ausdauertraining beispielsweise senkt langfristig die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin, sodass Blutdruck und Pulsfrequenz bei Belastung weniger ansteigen. Gleichzeitig hat das Training einen positiven Effekt auf erhöhte Blutfettwerte. Darüber hinaus mindert Bewegung den altersbedingten Abbau von Muskeln und verbessert das Kurzzeitgedächtnis und das Reaktionsvermögen von Senioren. Schließlich profitiert auch die Psyche, weil Sport Spaß macht und soziale Kontakte geknüpft werden. Kurzum: Sport tut auch älteren Menschen gut. Sie fühlen sich insgesamt besser und entspannter!