Umfrage der Deutschen Seniorenliga und des Meinungsforschungsinstituts YouGovPsychonomics zur Lebenszufriedenheit von Frauen ab sechzig zeigt:

Ängste vor dem Ruhestand oftmals unbegründet

Bonn, 18.09.2009 Frauen um die sechzig beschäftigen sich intensiv mit ihrem bevorstehenden Ruhestand. Die meisten von ihnen freuen sich auf diese Lebensphase, die mehr Zeit für eigene Interessen verspricht. Ganz ungetrübt ist die Vorfreude allerdings nicht: Viele Frauen befürchten gleichzeitig, ihr Partner werde mit dem Ende seiner Berufstätigkeit eine innere Leere empfinden. Sie haben Sorge, dass es in der Partnerschaft häufiger als früher zu Streitigkeiten kommen könnte. Diese Ängste sind weitgehend unbegründet – so das Ergebnis einer Umfrage der Deutschen Seniorenliga in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGovPsychonomics.

Ziel der Umfrage „Glücklich und Gesund?! Frauen ab 60“ war es, der allgemeinen Lebenszufriedenheit von Frauen ab sechzig auf den Grund zu gehen. Im Vordergrund standen dabei die Hoffnungen und Ängste zum bevorstehenden Ruhestand sowie die Erfahrungen, die Frauen mit diesem Lebensabschnitt bereits gemacht haben. Insgesamt zeichnen die Umfrageergebnisse ein positives Bild: So freuen sich 60 Prozent der Frauen ab sechzig darauf, als Rentnerinnen endlich mehr Zeit für Hobbys zu haben. Ihren Partnern trauen viele Frauen diese positive Einstellung zum Ruhestand offensichtlich nicht zu: 37 Prozent der befragten Frauen äußern leichte oder sogar große Bedenken, dass ihr Partner mit dem Ende der Berufstätigkeit in ein seelisches Loch fallen könnte. Ein Viertel der Frauen befürchtet eine Zunahme von Streitigkeiten mit dem Partner. Diese Ängste bewahrheiten sich in den meisten Fällen nicht: So berichten nur 14 Prozent der Frauen, die bereits mit ihrem Partner im Ruhestand leben, von einer Zunahme der Auseinandersetzungen; 40 Prozent sehen keine Veränderungen zu früher. Nur sechs Prozent der Frauen nehmen bei ihrem Mann im Ruhestand deutliche Anzeichen einer inneren Leere wahr; 52 Prozent beziehungsweise 18 Prozent sehen hier gar kein oder fast kein Problem. 58 Prozent der Teilnehmerinnen geben an, die Zeit nach dem Arbeitsleben zu genießen. 42 Prozent der teilnehmenden Frauen sind heute sogar glücklicher als in jungen Jahren. „Die Umfrageergebnisse zeigen, dass der bevorstehende Ruhestand nicht nur Vorfreude auslöst, sondern auch mit Unsicherheiten behaftet ist. Aus diesem Grund werden wir zeitnah ein umfassendes Informations- und Ideenpaket entwerfen, mit dem sich Menschen um die sechzig auf diese Lebensphase vorbereiten können“, so Erhard Hackler, Vorstand der Deutschen Seniorenliga.

Eine Übersicht der Ergebnisse als PDF-Datei zum Download (143kb): Hier klicken