Seniorenliga mahnt zur
Vorsicht beim Geldabheben
Bonn, 14.01.08 Die Zahl der Betrügereien
mit gefälschten EC-Karten hat 2007 erneut zugenommen. Von Januar bis Ende
November wurden fast 10.400 Karten gefälscht und damit fast doppelt so viele
wie im Vorjahreszeitraum.*
„Die Kriminellen verlagern sich zunehmend auf das Fälschen, weil sie mit diesen
Karten im Ausland direkt an Bargeld kommen, ohne dass es der Karteninhaber
sofort bemerkt. Sie spähen dafür die Pin-Nummer aus, die auf dem Magnetstreifen
der Karte gespeichert ist („Skimming“ = abschöpfen).
Das passiert ganz unbemerkt beim Geldabheben am Automaten“, erläutert RA Erhard
Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga. Um zu
verhindern, dass die eigenen Bankdaten in die Hände von Betrügern fallen,
sollten deshalb einige Verhaltensregeln beherzigt werden.
Automaten in Schalterhallen verwenden: Wenn man die Wahl hat,
sollte man möglichst nur die Automaten nutzen, die innerhalb einer Bank stehen
– gerade an Wochenenden. Hier beginnt die Kameraüberwachung in aller Regel
bereits, wenn die Eingangstüre geöffnet wird. An Automaten auf offener Straße
dagegen schaltet sich die Kamera meist erst ein, wenn die Karte eingeführt
wird. Daher bevorzugen Kriminelle diese Automaten, um ihre Vorrichtungen zum
Ausspähen von Kartendaten anzubringen.
Den Automaten genau prüfen: Entdeckt man am
Karteneinzug einen wackligen Vorbau oder erscheint die Tastatur beispielsweise
merkwürdig beschriftet, sollte man hier kein Geld abheben – und stattdessen die
Polizei oder einen Mitarbeiter der Bank informieren. „Durch leichtes Rütteln oder
Ziehen an Tastatur oder Vorbau lässt sich meist feststellen, ob es sich um eine
Attrappe oder das fest verschraubte Originalgerät handelt,“
rät Hackler.
Achtung auch bei der Eingangstüre: Wird beim Betreten eine
Pin-Nummer verlangt, ist in aller Regel etwas faul.
Pin-Eingabe verdecken: Mit der einen Hand die
Geheimnummer eintippen und mit der anderen das Eingabefeld abdecken – der Tipp
ist simpel, aber hilfreich. So werden heimlich installierte Minikameras ebenso
ausgeschaltet wie der Betrüger, der Ihnen über die Schulter schaut.
Diese und weitere Tipps enthält die kostenlose Broschüre "Ihr Recht". Sie informiert
über die Rechte älterer Verbraucherinnen und Verbraucher im Alltag, bei
finanziellen Transaktionen und im Gesundheitswesen. Die
Broschüre kann bei der Deutschen Seniorenliga e.V., Heilsbachstraße 32 in 53123
Bonn oder im Internet unter www.dsl-verbraucherschutz.de
bestellt werden. Die Initiative wird gefördert durch das Ministerium für Umwelt
und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes
Nordrhein-Westfalen.
* Quelle:
Frankfurter EURO Kartensysteme GmbH Deutschland