„Keine Chance für Betrug und Trickdiebstahl“

Hilfsbereitschaft an der Wohnungstür kann gefährlich sein

Neuer kostenloser Ratgeber der Deutschen Seniorenliga für ältere Verbraucherinnen und Verbraucher

Bonn, 13.08.09 Die Fälle häufen sich und die Betrugsmethoden werden immer raffinierter: Kriminelle bestellen im Namen einer anderen Person Ware und fangen sie beim Lieferservice ab. Man bekommt eine Gewinnbenachrichtigung für eine Reise, obwohl man gar nicht an einem Gewinnspiel teilgenommen hat. Man bittet, das Telefon nutzen zu dürfen und ruft auf Kosten der Hilfsbereiten eine teure o8ooer-Nummer an. Oder jemand verschafft sich unter einem Vorwand Zugang zur Wohnung und entwendet dort unbemerkt Wertsachen. Ein neuer kostenloser Ratgeber der Deutschen Seniorenliga gibt Tipps zum Schutz vor Betrug und Trickdiebstahl.

Trickbetrüger suchen sich zumeist Seniorinnen und Senioren als Opfer und nutzen dabei deren Gutmütigkeit aus. Die Deutsche Seniorenliga rät deshalb zu gesundem Misstrauen. Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga hält es für sinnvoll, dass ältere Menschen eingespielte Verhaltensweisen überprüfen. Oft sind sie unbekannten Dritten gegenüber zu höflich. Sie sagen zu selten „Nein“ – zum Beispiel beim Geldwechseln auf der Straße. Ein Trickbetrüger nutzt dies, um die Geldbörse zu entwenden. Auch Fragen an der Wohnungstür nach einem Glas Wasser, einem Zettel oder der Toilettenbenutzung müssen mit einem eindeutigen „Nein“ beantwortet werden! Dies fällt aber gerade älteren Frauen immer noch sehr schwer, da sie es für unhöflich halten. Hackler hält dagegen: „Mangelnde Skepsis und falsche Hilfsbereitschaft an der Wohnungstür können gefährlich sein.“

Unbekannte Personen sollten nie in die eigene Wohnung gelassen werden. Eine Kette oder ein Schloss, eine so genannte Türspaltsperre, wirken manchmal schon Wunder. Auch sollten zunächst alle Personen durch den hoffentlich vorhandenen Türspion vor dem Einlass genau in Augenschein genommen werden. Energische Gegenwehr wie laute Ansprache oder Hilferufe können zudringliche Besucher ebenfalls sehr schnell und erfolgreich abschrecken. In Zweifelsfällen sollten Nachbarschaft oder Polizei zu Rate und zu Hilfe gezogen werden.

Diese und viele weitere hilfreiche Tipps enthält die neue kostenlose Broschüre „Keine Chance für Betrug und Trickdiebstahl“. Sie informiert über die Rechte älterer Verbraucherinnen und Verbraucher und zeigt auf, wie man Betrugsabsichten erkennen und hierdurch Schaden vermeiden kann. Die von der Deutschen Seniorenliga e.V. DSL herausgegebene, vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Broschüre kann kostenlos bei der DSL, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn oder im Internet unter www.deutsche-seniorenliga.de bestellt werden.