Bonn, 13.07.10 Wenn Männer in die Jahre kommen, macht
sich bei vielen eine Vergrößerung der Prostata bemerkbar. Bei den über 50-Jährigen
trifft es jeden Zweiten. Meist handelt es sich um eine gutartige Veränderung,
deren unangenehme Begleiterscheinungen immer besser behandelt werden können.
Eine neue Broschüre der Seniorenliga beschreibt Diagnose- und
Behandlungsmöglichkeiten, die sich nach dem Schweregrad der Symptome richten.
Betroffene
erleben irgendwann genau das Gegenteil von Inkontinenz. Obwohl sie häufiger,
vor allem nachts, Harndrang verspüren, können sie kaum noch Wasser lassen. Solche
Beschwerden sollte man auf keinen Fall hinnehmen, denn ein verschlepptes
Prostataleiden kann gefährlich werden: Wenn sich die Blase nicht mehr genügend
entleeren kann, entstehen Risiken für schwerwiegende Erkrankungen von Blase und
Nieren. So ist verbleibender Urin ein idealer Nährboden für Bakterien, die sich
in der Blase ungehindert vermehren und Harnwegsinfekte verursachen können. Restharn
begünstigt auch die Entstehung von Blasensteinen. Bei einer totalen Harnsperre überdehnt
sich die Blase und verursacht starke Schmerzen. Zudem kann dies die Funktion
der Nieren beeinträchtigen und zu dauerhaften Schäden führen.
Der Ratgeber „Männersache Prostata“ kann kostenlos
bei der Deutschen Seniorenliga (DSL) bestellt werden. Er enthält auch einen Selbsttest
zur Prostatavorsorge, um Symptome und Schweregrad einer Prostatavergrößerung
einschätzen zu können. Postalische Bestellung: DSL, Heilsbachstrasse 32 in 53123 Bonn.
Hotline 01805 – 001 905 (0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise
abweichend). Bestellung im Internet: unter www.deutsche-seniorenliga.de