Bonn, 13.
Juli 2009.
Kurz zu Hause anrufen, dass man gut angekommen ist, oder eine Kurznachricht
(SMS) schicken – auch ältere Menschen nutzen immer häufiger das Handy auf ihrer
Urlaubsreise. Hauptmotivation ist jedoch der Sicherheitsfaktor. So kann man
jederzeit den Pannennotdienst verständigen, wenn man
mit defektem Fahrzeug liegen bleibt. Manche Handys bieten sogar eine
Notruftaste: Durch Drücken werden automatisch voreingestellte Nummern angewählt
und sorgen so für eine schnelle Rettung.
Zwar ist seit Anfang
Juli das Telefonieren mit dem Handy in den Euro-Ländern durch neue
Kosten-Obergrenzen (EU-Roaming-Verordnung) noch einmal günstiger geworden, auch
das Versenden von SMS in die Heimat kostet deutlich weniger.* Wer jedoch nach dem Urlaub nicht von
einer hohen Mobilfunkrechnung überrascht werden möchte, sollte immer daran
denken, dass die Gesprächspreise höher als zu Hause sind und beispielsweise
auch eingehende Anrufe Kosten verursachen. Kostenfallen kann man aber mit ein
wenig Aufwand entgehen.
„Grundsätzlich gilt:
Anrufe in den Abendstunden erledigen oder aber stattdessen eine Kurzmitteilung
verschicken, hilft Kosten sparen!“ so Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand
der Deutschen Seniorenliga. „Da man zudem bei ankommenden Anrufen immer die
Verbindung ins ausländische Netz, also das Roaming, selbst bezahlt, sollten
sich auch die Daheimgebliebenen auf wirklich notwendige Anrufe beschränken“, so
Hackler.
Eine regelrechte
Gebührenfalle kann die Mailbox sein. Wird man im Ausland angerufen und die
Mailbox geht an, wird das gleich doppelt teuer. Berechnet wird nicht nur der im
Ausland angenommene Anruf, sondern auch die Umleitung zur Mailbox in
Deutschland. Und auch beim Abhören wird es teuer, weil die Verbindung erst
wieder vom Urlaubsland zurück nach Deutschland läuft. Um die Kosten nicht
explodieren zu lassen, bietet es sich deshalb an, die Mailbox vor Reiseantritt ganz
abzuschalten. Das Ausschalten der Mailbox ist möglich mit der Tastenkombination
# # 002 # und dann
"senden".
Die neue kostenlose
Broschüre der Deutschen Seniorenliga „Mobil und aktiv mit Handy“ erläutert die
Vorteile eines Mobiltelefons und gibt praktische Tipps, worauf beim Handykauf
zu achten ist und welche Vertragsmodelle gerade für ältere Menschen sinnvoll
sind. Bestelladresse: DSL, Heilsbachstrasse 32 in 53123 Bonn. Download im
Internet unter www.deutsche-seniorenliga.de
* Kosten-Obergrenzen
laut EU-Roaming-Verordnung
Für
SMS, die vom EU-Ausland aus verschickt werden, gilt ab 1. Juli dieses Jahres
ein Nettopreis von elf Cent netto. Da die Mehrwertsteuer in Deutschland bei 19
Prozent liegt, zahlen deutsche Handy-Nutzer also für Kurznachrichten von
Österreich, Spanien oder Italien nur noch 13 Cent.
Die
Preise für Roaming-Gespräche innerhalb der EU werden ebenfalls weiter
abgesenkt. Für abgehende Gespräche aus Mitgliedsstaaten der Europäischen Union
sind seit dem 1. Juli 2009 nur noch 43 Cent netto (51,17 Cent brutto) pro
Minute zu bezahlen. Für Gespräche, die im EU-Ausland angenommen werden, sind
seit dem 1. Juli pro Minute 19 Cent netto (22,61 Cent brutto) fällig.