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aktiv vorbeugen mit Tipps der DSL-Broschüre
Bonn, 11.11.05
Patienten mit erhöhten Cholesterinwerten sollten jetzt besonders auf ihre
Gesundheit achten. Denn mit sinkenden Temperaturen kann der Cholesterinspiegel
im Blut auf Spitzenwerte steigen. Wissenschaftler vermuten, dass im Winter
die Verdickung des Blutes zu einer Konzentration des Cholesterins führt. Betroffen
sind vor allem Menschen mit hohen Ausgangswerten. Bei ihnen können die jahreszeitlichen
Schwankungen leicht dazu führen, dass kritische Werte überschritten werden.
Weniger Bewegung und üppige Mahlzeiten – typisch für die kalte Jahreszeit
– verschärfen die Situation.
Obwohl Cholesterin wichtige Aufgaben im menschlichen Körper
erfüllt, bedrohen hohe Werte die Gesundheit von Herz und Kreislauf. Ursachen
für einen erhöhten Cholesterinspiegel sind meist eine falsche und fetthaltige
Ernährung, kombiniert mit zu wenig Bewegung. Auch jahreszeitliche Schwankungen können sich erheblich auswirken,
denn im Winter haben Menschen mehr Cholesterin im
Blut als im Sommer. Die genauen Ursachen dafür sind noch unklar.
Betroffen sind vor allem Personen, die grundsätzlich einen erhöhten Cholesterinspiegel aufweisen. Und das ist keine Seltenheit: Mehr als die
Hälfte der erwachsenen Bundesbürger hat zu viel Cholesterin im Blut.
Die Auswirkungen auf die Gesundheit sind fatal.
Überschüssiges Cholesterin, das vom Körper nicht abgebaut werden kann, bleibt
im Blut und lagert sich an den Gefäßwänden ab. Durch diese Ablagerungen werden
die Gefäße verengt und das Herz sowie andere wichtige Organe schlechter mit
Blut und Sauerstoff versorgt. Die Folgen sind Herzinfarkt und Schlaganfall.
Cholesterin
potenziert die Gefahr
Hohe Cholesterinwerte kündigen sich nicht durch Symptome
oder akute Beschwerden an. Die gesundheitlichen Schäden für das Herz werden
daher häufig unterschätzt oder gar nicht wahrgenommen. Weitere Risikofaktoren
wie Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, hoher
Blutdruck oder Diabetes schädigen die Gesundheit zusätzlich. „Viele ahnen gar
nicht, dass sich die Gefahr für das Herz potenziert, wenn mehrere
Risikofaktoren aufeinander treffen“, betont Erhard Hackler, Geschäftsführender
Vorstand der Deutschen Seniorenliga in Bonn. Schon das Aufeinandertreffen von
drei Risikofaktoren erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt um das Achtfache.
Weniger
essen, mehr Bewegung
Jede Therapie sollte zunächst bei einer Änderung der
ungesunden Lebensgewohnheiten ansetzen. Gesunde Ernährung und Bewegung helfen,
einem überhöhten Cholesterinwert vorzubeugen. Als Faustregel für Senioren gilt:
Wer sein Gesamtcholesterin um 10 Prozent senkt, verringert sein Risiko für
Herzerkrankungen um 10 bis 20 Prozent. Führt eine Änderung des Lebensstils
nicht zum gewünschten Erfolg, bleibt der Weg zum Arzt. Er kann Medikamente verordnen, welche die
Bildung von Cholesterin in der Leber wirksam bremsen.
Die DSL-Broschüre "Entschieden gegen hohes
Cholesterin" erklärt verständlich
die Zusammenhänge zwischen Blutfetten und Gefäßerkrankungen und gibt praktische
Tipps und Hinweise zur Senkung des Cholesterinspiegels. Die Informationsbroschüre
ist kostenlos und kann schriftlich angefordert werden bei der Deutschen
Seniorenliga e. V., Gotenstr. 164 in 53175 Bonn oder im Internet unter http://www.dsl-cholesterin.de/