Die altersbedingte Schwerhörigkeit beginnt meist
schleichend und wird zunächst gar nicht wahrgenommen oder bewusst ignoriert. Denn
leider ist die
Schwerhörigkeit immer noch ein Tabuthema. Das Tragen eines Hörgerätes gilt bei
vielen als eine Behinderung, als ein Makel. „Die nachlassende Hörstärke oder
gar den Hörverlust sollte man nicht als
Schicksal hinnehmen, sondern aktiv angehen und frühzeitig einen Arzt
aufsuchen“, ermutigt Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der
Deutschen Seniorenliga (DSL). Unbehandelt können Hörprobleme jenseits des
offenkundigen körperlichen, auch seelischen Schaden anrichten. Gefahren
bestehen nicht nur im Alltag wie insbesondere im Straßenverkehr. Es kann auch
zur Vereinsamung kommen, da schlecht hörende Menschen nicht gerne unter Leute
gehen, sich zurückziehen und in der Folge in nicht wenigen Fällen an
Depressionen erkranken.
„Die notwendige
Therapie trägt nicht nur dazu bei, soziale Kontakte aufrecht zu erhalten, sie
verhindert auch eine Verschlimmerung des medizinischen Problems: Denn nicht
selten wird eine herkömmliche - im Innenohr angesiedelte -
Altersschwerhörigkeit ohne Therapie von einer zusätzlichen zentralen
Schwerhörigkeit überlagert, bei der
Nervenzellen im Großhirn degenerieren. Eine frühe Therapie kann das
verhindern und damit das Hörvermögen und die damit verbundene Lebensqualität
bis in hohe Alter erhalten“, so Prof. Dr. med. Ingo Füsgen,
Vorsitzender des Wissenschaftlichen Kuratoriums der DSL.
Die neue kostenlose
Broschüre der Seniorenliga mit dem Titel
„Schon gehört? Wege aus der Altersschwerhörigkeit“ informiert über Symptome und
Folgen der Schwerhörigkeit und zeigt Möglichkeiten auf, wie der Hörverlust
ausgeglichen werden kann. Bestelladresse: DSL, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn
oder online unter www.dsl-hoeren.de