Altersschwerhörigkeit
möglichst früh behandeln
Schwerhörigkeit kann viele Ursachen haben
Bonn,
07.05.07. Mehr als 14 Millionen Deutsche leiden unter Schwerhörigkeit. Hörprobleme
betreffen grundsätzlich jede Generation, bei älteren Menschen ist ein eingeschränktes
Hörvermögen jedoch besonders stark verbreitet und auffällig. Ab 60 beschleunigt
sich in der Regel außerdem der Verlauf des Hörverlustes. Ursachen gibt es
viele: Die hektische Gesellschaft macht anfälliger für Stress und
Infektionskrankheiten, die wiederum Durchblutungsstörungen hervorrufen können.
Die Folgen sind neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch Hörprobleme bis hin zur Schwerhörigkeit.
Zusätzlich führt dauerhafter Straßen-, Freizeit- und Industrielärm zu
entsprechenden Folgeschäden am Gehör. Jeder Hörverlust ist ganz individuell.
Bei älteren Menschen gibt es bestimmte Ausprägungen von Hörverlusten, die
besonders häufig vorkommen. Ältere Menschen haben in der Regel eine gehobene
Hörschwelle. Damit sie einen Ton gerade eben noch wahrnehmen können, ist ein
höherer Schallpegel notwendig als bei jüngeren Menschen. Ist die Wahrnehmung
hoher Frequenzen beeinträchtigt, spricht man von einem Hochtonverlust.
Vogelgezwitscher oder Kinderstimmen können dann nicht mehr gehört bzw.
wahrgenommen werden.
Liegt
eine Überempfindlichkeit für Geräusche mit hohem Schallpegel vor, spricht man
von „Lautheitsausgleich“. Die Art des Hörschadens kann nur durch ein
Hörprüfverfahren festgestellt werden. Am besten sollte man zur Vorsorge das
Gehörorgan regelmäßig vom Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) überprüfen und
untersuchen lassen. Denn wenn ein Hörverlust noch nicht zu weit fortgeschritten
ist, fällt eine erfolgreiche Behandlung meist wesentlich leichter. Und zum
Glück können heute – anders als noch vor wenigen Jahren – Hörverluste sehr
erfolgreich durch moderne Hör-Systeme ausgeglichen werden. Der technische
Fortschritt hat dazu geführt, dass moderne Hör-Systeme auf immer geringerem
Platz immer mehr leisten.
Ob leichter oder schwerer Hörverlust: Wer nichts gegen seine Hörprobleme unternimmt, verzichtet auf ein hohes Maß an Lebensqualität und wird mit der Zeit immer schlechter hören. Schnelles Handeln ist daher das A und O: Schon bei den ersten Anzeichen sollte man einen Hörtest machen. Die Deutsche Seniorenliga informiert mit der neuen Broschüre „Besser hören – mehr erleben“ über Ursachen, Folgen und Diagnose der Schwerhörigkeit sowie moderne Hör- und Kommunikationssysteme. Die kostenlose Broschüre kann postalisch angefordert werden bei der DSL, Gotenstraße 164 in 53175 Bonn oder online unter http://www.deutsche-seniorenliga.de/