Damit Betrüger keine Chance haben
„Gut zu wissen!“
Neue
Broschüre gibt wichtige Verbrauchertipps für Seniorinnen und Senioren
Bonn,
07.04.2010 Die Fälle häufen sich und die Betrugsmethoden werden immer raffinierter:
Kriminelle bestellen im Namen einer anderen Person Ware und fangen sie beim
Lieferservice ab. Man bekommt eine Gewinnbenachrichtigung für eine Reise,
obwohl man gar nicht an einem Gewinnspiel teilgenommen hat. Oder jemand späht
die Kontodaten eines Fremden aus und lässt sich mit gefälschter Unterschrift
Geld auszahlen. Es gibt viele Möglichkeiten, wie Betrüger versuchen, sich durch
die Nutzung fremder Daten, wie zum Beispiel Adressen und Kontonummern, zu
bereichern.
Die Deutsche Seniorenliga rät deshalb
dringend, mit den eigenen Daten sehr vorsichtig umzugehen. „So sollte man
Kontoauszüge nicht neben dem Auszugsdrucker in den Papierkorb werfen. Zahlungskarte
und Geheimzahl (Pin) gehören nicht zusammen ins Portemonnaie“, rät Erhard
Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga. „Wenn auf eine
Gedankenstütze nicht verzichtet werden kann, muss die
Pin auf jeden Fall gut verschlüsselt – und separat – verwahrt werden. Bei
Verlust der Karte sollte unverzüglich die Sperrvermittlung unter der zentralen,
bundesweiten Rufnummer 116 116 informiert werden“, so
Hackler.
Diese und viele weitere hilfreiche Tipps enthält die neue
Broschüre „Gut zu wissen! Wertvolle
Verbrauchertipps für Seniorinnen und Senioren“. Der kostenlose
Ratgeber wird im Rahmen der gleichnamigen Initiative von Deutscher Seniorenliga
und dem Bayerischen Staatsministerium der Justiz und
für Verbraucherschutz herausgegeben. Er informiert über die Rechte
älterer Verbraucherinnen und Verbraucher im Alltag, bei finanziellen Transaktionen
und im Gesundheitswesen. Für Bayerns Justiz- und Verbraucherschutzministerin
Dr. Beate Merk sind Wissen und Aufmerksamkeit der beste Schutz gegen
Betrügereien: „Um die Herausforderungen des immer komplexer werdenden Alltags
meistern zu können, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher vor allem gut
informiert sein, eine ausreichende Marktübersicht haben und das Produktangebot
kennen. Dies gilt beim Abschluss eines Heimvertrages für ein Senioren- oder
Pflegeheim ebenso wie für Bankgeschäfte. Die Broschüre gibt viele wertvolle Tipps
und Hinweise an die Hand, um unlautere Methoden zu
erkennen und richtig zu handeln“, so Ministerin Dr. Merk.
Die kostenlose Broschüre kann ab sofort
bei der Deutschen Seniorenliga, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn oder im
Internet unter www.vis.bayern.de
bestellt werden.* Die Broschüre informiert auch über konkrete Unterstützung, wie
sie örtliche Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Bayern und des
VerbraucherService Bayern bieten.
* Das
Verbraucherinformationssystem VIS Bayern ist ein bayernweites Fachinformationssystem
für den Verbraucherschutz in Bayern aus dem Ressort des Bayerischen
Staatsministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz.