In den
vergangenen Jahren hat sich bei Kindern unter 14 Jahren das Auftreten der
Diabetes des Typs I verdoppelt*. Fachleute rechnen mit Blick auf die
Erfahrungen aus den USA damit, dass in den kommenden Jahren auch in
Deutschland Diabetes vom Typ II, der so genannte Altersdiabetes, unter Kindern
zunehmen wird. Bisher galten hauptsächlich Menschen ab dem 40. Lebensjahr als
gefährdet, vor allem solche, die an Übergewicht leiden und wenig Sport treiben.
Als Besorgnis erregend ist der "dramatische Anstieg" der Zahl
übergewichtiger Kinder und Jugendlicher in Deutschland. Weniger Bewegung in der
Schule und der Freizeit, Fernsehen, Computerspiele und Fastfood sind dafür
verantwortlich, dass heute jedes fünfte Kind und jeder dritte Jugendliche
übergewichtig sind. 1,9 Millionen Kinder und Jugendliche sind in Deutschland
übergewichtig, 800.000 sogar extrem dick. Sie sind gefährdet, im frühen
Lebensalter an Diabetes zu erkranken.
Bis
noch vor einigen Jahrzehnten war der Diabetes Typ 1 eine tödliche Diagnose und
erst die Entdeckung und Herstellung des Insulins vor 90 Jahren brachte eine
Wende in der Behandlung. Aber bis heute muss das Insulin jeden Tag gespritzt
werden. Eine Behandlung, die besonders für Kinder eine große Herausforderung
ist. Je besser der Diabetes behandelt wird, umso sicherer sind die Kinder vor
den fatalen Spätfolgen wie Erblindung, Amputation, Nieren- und Nervenschäden.
Kaum eine Krankheit ist jedoch so gut
erforscht, und zahlreiche Studien und die Erfahrung vieler Betroffener zeigen,
dass Menschen mit Diabetes ein sehr hohes Maß an Lebensqualität
aufrechterhalten können. Das Ziel jeder Diabetes-Behandlung ist es, die
Blutzuckerwerte dauerhaft auf Werte einzustellen, die denen eines gesunden
Menschen nahe kommen. Dies erfordert
ein hohes Maß an Eigenverantwortung, denn bei kaum einer anderen Erkrankung
hängt der Behandlungserfolg so stark vom Patienten ab wie bei Diabetes. „Wer
die Zusammenhänge zwischen Stoffwechsel, Insulin, Ernährung und Bewegung kennt
und dieses Wissen auch umsetzt, vermeidet gefährliche Folgeerkrankungen und
kann so ein ganz normales Leben führen“, rät Erhard Hackler, geschäftsführender
Vorstand der Seniorenliga (DSL)
Die neue Broschüre der DSL
„Gut leben trotz Diabetes“ informiert über die Krankheit, ihre Folgen und
Risikofaktoren. Gleichzeitig enthält sie Tipps, wie man durch regelmäßige
Kontrolle der Blutzuckerwerte, eine gesunde Lebensweise und die konsequente
Umsetzung der Behandlungsmaßnahmen sein
Wohlbefinden aufrecht erhalten oder sogar steigern kann. Die Broschüre
kann ab sofort bei der Deutschen Seniorenliga e.V., Heilsbachstraße 32 in 53123
Bonn oder unter www.dsl-diabetes.de im Internet bestellt werden.