IP-Umstellung erfolgreich in vollem Gange

Seniorenliga-Broschüre „Das neue Telefonnetz leicht erklärt“

Bonn, 02.08.2017 Derzeit wird das gesamte Telefonnetz auf die neue, digitale IP-Technik umgestellt. Bisher haben bereits mehr als 14 Millionen Kunden der Telekom ihren Anschluss umgestellt; das sind über 50 Prozent aller Anschlüsse. Nach Angabe des Konzerns werden pro Woche rund 70.000 IP-Anschlüsse erfolgreich installiert. Welche Nutzerin und welcher Nutzer im Einzelfall etwas unternehmen sollte, hängt zwar nur von wenigen Bedingungen ab, beunruhigt aber insbesondere Ältere, die sich nicht mehr so intensiv mit Technik auseinandersetzen. Die kostenlose Seniorenliga-Broschüre „Das neue Telefonnetz leicht erklärt“ erläutert Schritt für Schritt und gut verständlich, ob Handlungsbedarf besteht, was zu tun ist und wo man gegebenenfalls Hilfe erhält.

Wieso wird umgestellt?

Die Abkürzung IP steht für „Internet Protocol“ und bedeutet, dass Gespräche in Zukunft sämtliche Daten mithilfe eines IP-Anschlusses als Datenpakete ganz einfach übers Internet geschickt werden. Vereinfacht ausgedrückt werden in Zukunft sowohl die Telefongespräche wie auch E-Mail, Internet und spezielle Fernsehangebote digitalisiert, das heißt, als Datenpakete über nur noch eine einzige Leitung ( den Internetanschluss) übertragen. Die zusätzliche Leitung zur Übertragung von Telefongesprächen entfällt. Neuere Festnetzanschlüsse verfügen bereits über die IP-Technik, doch für ältere Anschlüsse ist eine Umstellung vorgesehen.

Wie funktioniert die Umstellung?

Bei der Umstellung wird die Telefonie von der klassischen Telefonleitung auf die Internetverbindung umgestellt. Hierbei wird die Verbindung des Internets sowie des Telefonanschlusses für wenige Minuten unterbrochen. Nutzer müssen sich jedoch keine Sorgen machen, da die Umstellung nur nach Vorankündigung und meist mitten in der Nacht durchgeführt wird. Nach der Umstellung gibt es für die Verbraucher bei Telefonaten keinen merklichen Unterschied, außer einer verbesserten Sprachqualität. Eine schnellere Datenverbindung bei E-Mail und Internet sowie mehr Fernsehsender in bester Qualität bieten zudem einen deutlich höheren Komfort.

Was ist bei einem Hausnotruf zu beachten?

Sorge bereitet die IP-Umstellung jedoch manch älterem Menschen, der einen Hausnotruf nutzt – ein System, das es pflegebedürftigen Menschen ermöglicht, per Knopfdruck im Notfall schnell Hilfe zu rufen. „Diese Sorge ist jedoch unbegründet“, erläutert Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga. Denn grundsätzlich können alle modernen Hausnotrufanlagen mit einem IP-Anschluss betrieben werden. „Wer unsicher ist, sollte seinen Hausnotrufanbieter fragen, ob er das Gerät nach der Umstellung weiterverwenden kann. Und bei Bedarf kann ein Servicetechniker gebucht werden, der dann zu Hause alles einrichtet“, rät Hackler. *

Der Ratgeber „Das neue Telefonnetz leicht erklärt“ kann kostenlos bestellt werden bei der Deutschen Seniorenliga, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn. www.deutsche-seniorenliga.de

*Hintergrund Hausnotrufanlage

Um ganz sicher zu sein, sollten Kunden bei ihrem Dienstleister nachfragen, ob die installierte Hausnotrufanlage nach der Umstellung des Telefonnetzes weiterhin läuft. Außerdem sollte – wie bei jeder Anschlussänderung – zunächst ein Test durchgeführt werden, ob das Gerät einwandfrei funktioniert. „Wir wollen, dass unsere Kunden ihren Telefonanschluss auch im neuen IP-Netz nutzen können wie gewohnt“, sagt Karsten Lebahn, Leiter IP Sonderdienste bei der Telekom Deutschland. „Deshalb arbeiten wir mit den Herstellern von Sonderdiensten wie Hausnotruf- und Alarmanlagen eng zusammen. Wir haben ein Testlabor eingerichtet, in dem die Hersteller und Dienstleister ihre Geräte im IP-Netz testen können.“