Ohne Reue den Advent genießen

Bonn, 21.11.16 Traditionen haben im Advent einen hohen Stellenwert: Glühweintreff mit den Kollegen, Weihnachtsmarktbummel mit Freunden, Adventskaffee im Kreis der Familie. Häufiges ausgiebiges Schlemmen kann dem Magen ganz schön zusetzen und Völlegefühl, Unwohlsein oder Schmerzen auslösen. Wer ein paar Dinge beachtet, muss auf adventliche Genüsse nicht verzichten und schont dennoch seinen Magen.

Es sind weniger die adventlichen Spezialitäten selbst, die dem Magen zu schaffen machen. Im Gegenteil: Die traditionellen Gewürze wie Zimt, Anis und Nelken, Ingwer und Koriander sind besonders magenfreundlich und verdauungsfördernd. Das Problem sind eher die zahlreichen Gelegenheiten, zu denen ausgiebig gegessen und getrunken wird, sowie die Fülle an Leckereien, die probiert werden wollen. Zu viel Fett, Zucker und Alkohol reizen den Magen und führen zu Bauchschmerzen, Völlegefühl und Sodbrennen. Damit es nicht soweit kommt, ist es wichtig, so oft wie möglich eine leichte Mahlzeit einzuplanen, in Ruhe zu essen, ausgiebig zu kauen und sich so viel wie möglich zu bewegen. Sind das Kuchenbuffet oder das Adventsmenü dennoch zu üppig ausgefallen, so können rein pflanzliche Magen-Darm-Präparate den überforderten Magen beruhigen und seine Funktionen wieder ins Gleichgewicht bringen. Zu empfehlen sind vor allem Wirkstoffkombinationen, die Bitterstoffe aus Iberis amara (Bittere Schleifenblume) enthalten. Sie wirken im gesamten Verdauungssystem und regen die Verdauungssäfte an. Dadurch kann die Nahrung schneller und besser verarbeitet werden.

Bekömmliche Alternativen wählen

Darüber hinaus ist es eine gute Idee, bei der Auswahl an Leckereien und Getränken auf Bekömmlichkeit zu achten. Auf dem Weihnachtsmarkt ist das nicht schwer, denn das Angebot ist groß. So vertragen Menschen mit empfindlichem Magen anstelle einer Portion Backfisch oder einer Bratwurst mit Pommes frites möglicherweise besser ein Brötchen mit Backschinken oder eine Gemüsepfanne. Eine leichtere Alternative zu Schmalzgebäck ist zum Beispiel Lebkuchen. Auch beliebte vorweihnachtliche Fleischgerichte müssen den Magen nicht belasten. Ein Gänsebraten ist nur dann ein fettreiches Gericht, wenn man allzu viel von der knusprigen Haut isst. Kombiniert mit einem leichten Jus anstelle einer Sahnesoße muss ein solches Festessen nicht mit Magendrücken enden. Gegen ein Glas Wein oder ein Bier zum Essen ist nichts einzuwenden. Zu viel Alkohol reizt jedoch den Magen. Nicht nur dem Kopf und der Leber, sondern auch dem Magen zuliebe ist es daher sinnvoll, zusätzlich reichlich Wasser oder Schorle zu trinken. Wichtig ist es, heiße Getränke wie Glühwein, Tee oder Kaffee vor dem ersten Schluck ausreichend abkühlen zu lassen

Warum rebelliert der Magen, wenn das Essen zu üppig ausgefallen ist? Warum haben vor allem ältere Menschen Probleme damit? Was kann man tun, damit der Magen gesund und funktionstüchtig bleibt? Diese und weitere Fragen beantwortet die Broschüre „Magenbeschwerden im Alter“, die mit Unterstützung von Bayer erstellt wurde. Sie ist kostenfrei und kann telefonisch, postalisch oder über das Internet bei der Deutschen Seniorenliga angefordert werden: DSL e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn; www.dsl‑magenbeschwerden.de. Bestell-Hotline 01805 – 001 905 (0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise abweichend).