Hoher Design- und Beratungsanspruch

Seniorenliga-Umfrage zu Hilfsmitteln

Bonn, 14.07.2016 Der Hilfsmittelmarkt ist ein lukratives Geschäft mit guten Zukunftsaussichten. Wegen des demografischen Wandels verzeichnet die Branche schon seit Jahren enorme Wachstumsraten. Senioren werden dabei zur wichtigsten Konsumentengruppe - eine Bevölkerungsgruppe, die einen hohen Bedarf an Hilfsmitteln aller Art hat und dabei über vergleichsweise viel Geld verfügt. Der Anspruch der älteren Zielgruppe hinsichtlich Beratung, aber vor allem Komfort und Design ist in diesem Segment überraschend hoch. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Deutschen Seniorenliga in Bonn.

Bei der Entscheidung, welches Produkt letztlich angeschafft wird, zeigte sich ein deutlich hoher Anspruch an Komfort und Design. So gab jeder Dritte an, dass ihm beim Kauf eines Rollators oder Rollstuhls das Aussehen wichtig oder sogar sehr wichtig ist. Bei Krankenbett oder Treppenlift äußerte mehr als jeder Zweite, seine Kaufentscheidung vom Aussehen abhängig zu machen. „Der Designanspruch an das eigene Wohnambiente überträgt sich konsequenterweise auch auf die Hilfsmittel, die Teil der Einrichtung werden“, erläutert Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutsche Seniorenliga. Dazu sind die Käufer auch bereit, etwas mehr auszugeben. Obwohl fast die Hälfte der Befragten Hilfsmittel nur kaufen, wenn sie ganz oder teilweise von der Krankenkasse bezahlt werden, sind ebenso viele der Meinung, dass Komfort auch etwas kosten darf. Dabei ist den Befragten allerdings wichtig, kompetent und vor allem persönlich beraten zu werden.

„Allgemein gilt der Markt der Gehwägelchen und Kompressionsstrümpfe ja als eher verstaubtes Segment“, beschreibt Hackler die Situation: „Dabei können auch Hilfsmittel erfolgreich vermarktet und verkauft werden, wenn man sie attraktiv gestaltet. Die kompetente Beratung sowie die Diskretion des Fachhändlers tun dann ihr Übriges!“ Wie schon bei Rollatoren ist nun auch bei Rollstühlen ein Trend zur Individualisierung zu erkennen. Versicherte haben zwar keinen Anspruch auf Neulieferung eines Rollstuhls, können diesen aber mit neuen Polstern oder sonstigem Zubehör nach ihren Wünschen ausstatten.